Accessibility Audit 2026: Wie eine Prüfung nach WCAG 2.2 abläuft, was in den Bericht gehört, welche Prüftiefe passt und wie Cypress das Ergebnis absichert. Im NCA Glossar.
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Ein ACR, kurz für Accessibility Conformance Report, ist ein Bericht, der für jedes Kriterium eines Standards wie WCAG oder EN 301 549 festhält, ob ein Produkt es erfüllt. Erstellt wird er meist mit der Vorlage VPAT, die der US Branchenverband ITI herausgibt.
Stell dir zwei Menschen an einer Theke vor. Auf der einen Seite ein Softwareanbieter, auf der anderen die Einkäuferin einer Behörde oder eines Konzerns. Bevor sie unterschreibt, will sie wissen: Können alle Beschäftigten diese Software nutzen? Der ACR ist das Siegel, das beide auf den Tisch legen. Ehrlich ausgefüllt, schafft er Vertrauen.
Der ACR ist eine Selbstauskunft des Anbieters, kein Zertifikat. Er ist nur so gut wie die Prüfung, auf der er beruht.
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Viele ACRs entstehen am Schreibtisch: Jemand füllt die Vorlage aus und setzt überall „unterstützt“. Spätestens wenn die Einkäuferin nachprüft, fällt das auf. Bei NCA liefern wir die technische Grundlage für einen ACR, der auf einer echten Prüfung beruht und jeden Eintrag begründet.
Wir prüfen euer Produkt in einem Accessibility Audit auf Basis einer repräsentativen Stichprobe gegen die WCAG 2.2 und, wo nötig, gegen die Anforderungen an ICT aus der EN 301 549. Daraus entstehen die Einträge für jedes Kriterium mit nachvollziehbaren Anmerkungen. Lücken beheben wir im barrierefreien Webdesign, damit aus „teilweise unterstützt“ beim nächsten Bericht „unterstützt“ wird. Für den rechtlichen Rahmen helfen die Seiten zur Konformität und zum European Accessibility Act.
Die Begriffe werden oft verwechselt. Dabei ist der Unterschied einfach: VPAT ist das leere Formular, ACR das ausgefüllte.
Die VPAT gibt es in vier Ausgaben:
Für den deutschen und europäischen Markt sind die Ausgaben EU oder INT meist die richtige Wahl.
Beide Dokumente beschreiben, wie barrierefrei ein Angebot ist. Sie richten sich aber an unterschiedliche Menschen:
Ein ACR ersetzt diese Informationen nicht. Er kann aber die Grundlage sein: Wer für jedes Kriterium weiß, wo das Produkt steht, kann eine verständliche Erklärung für Nutzer schnell daraus ableiten.
Jeder Eintrag im ACR bekommt eine von vier Stufen: unterstützt, teilweise unterstützt, nicht unterstützt oder nicht anwendbar. Dazu gehört eine Anmerkung, die erklärt, was genau fehlt oder warum ein Kriterium nicht zutrifft.
Ein ACR kann von einer schnellen Selbsteinschätzung bis zum geprüften und laufend aktualisierten Nachweis reichen. Die Tabelle zeigt, wie viel Vertrauen jede Stufe bei Einkäufern erzeugt.
Jeder Eintrag als Datensatz. Wer die Einträge des ACR im Repository pflegt, kann sie mit jeder Prüfung aktualisieren und daraus die VPAT Tabelle erzeugen. Jeder Eintrag hat Kriterium, Stufe und eine verständliche Anmerkung.
[
{
"kriterium": "1.1.1 Nicht-Text-Inhalt",
"stufe": "A",
"bewertung": "Teilweise unterstützt",
"anmerkung": "Produktbilder haben Alternativtexte, zwei Diagramme im Bericht noch nicht."
},
{
"kriterium": "2.4.7 Fokus sichtbar",
"stufe": "AA",
"bewertung": "Unterstützt",
"anmerkung": "Alle Bedienelemente zeigen einen deutlichen Fokusrahmen."
}
]
Aussagen mit Tests absichern. Ein Kriterium, das im ACR als unterstützt steht, sollte durch einen Test geschützt sein. So fällt sofort auf, wenn ein Release eine Aussage im Bericht ungültig macht.
const acr = require('../../acr.json')
const regelnProKriterium = {
'1.1.1 Nicht-Text-Inhalt': ['image-alt', 'svg-img-alt'],
'2.4.7 Fokus sichtbar': [] // nur manuell prüfbar, im Review Prozess verankert
}
describe('ACR Aussagen bleiben gültig', () => {
acr
.filter((e) => e.bewertung === 'Unterstützt' && regelnProKriterium[e.kriterium]?.length)
.forEach((e) => {
it(`${e.kriterium} ist weiter erfüllt`, () => {
cy.visit('/')
cy.injectAxe()
cy.checkA11y(null, { runOnly: regelnProKriterium[e.kriterium] })
})
})
})
Think of an ACR as a detailed snapshot of your product's accessibility.
Accessibility Audit 2026: Wie eine Prüfung nach WCAG 2.2 abläuft, was in den Bericht gehört, welche Prüftiefe passt und wie Cypress das Ergebnis absichert. Im NCA Glossar.
Mehr erfahrenEin guter ACR zeigt nicht nur, was funktioniert, sondern auch, was noch fehlt und wann es behoben wird. Einkäufer wissen, dass Software nie fertig ist. Ein Bericht mit klaren Anmerkungen und einem Plan wirkt deshalb oft überzeugender als eine Tabelle voller Häkchen.
Die Inhalte eines ACR stammen aus vielen Themen. Kriterien wie Nicht-Text-Inhalte, Keyboard Navigation und Robustheit tauchen in jedem Bericht auf. Für Dokumente gelten die Regeln zu PDF und Barrierefreiheit.
Den rechtlichen Rahmen in Deutschland setzt das BFSG, in den USA der Americans with Disabilities Act. Wie die Prüfung methodisch abläuft, beschreibt die Seite zur repräsentativen Stichprobe.
Wir sind hier, um Ihnen zu helfen. Gemeinsam meistern wir Ihre digitalen Herausforderungen und fördern die Inklusion im Internet. Lassen Sie uns Ihre Projekte mit barrierefreiem Webdesign erfolgreich machen.
VPAT, Ausgaben, Bewertungsstufen und Einsatz im Einkauf: die wichtigsten Antworten zum ACR.
Ein ACR, Accessibility Conformance Report, ist ein Bericht, der für jedes Kriterium eines Standards wie WCAG oder EN 301 549 festhält, ob ein Produkt es erfüllt. Er wird 2026 meist mit der Vorlage VPAT 2.5Rev erstellt. Ein ACR ist eine Selbstauskunft des Anbieters und dient vor allem Einkäufern als Entscheidungsgrundlage.
Aktuell ist 2026 die Version VPAT 2.5Rev des US Branchenverbands ITI. Sie gibt es in vier Ausgaben: WCAG, Section 508, EU für die EN 301 549 und INT als Kombination aller drei. Für Ausschreibungen in Europa sind die Ausgaben EU oder INT meist die passende Wahl.
Nein. Das BFSG verlangt, dass Dienstleistungen barrierefrei sind und Unternehmen Informationen darüber bereitstellen, wie sie die Anforderungen erfüllen. Ein ACR ist dafür nicht vorgeschrieben. Er wird 2026 aber häufig in Ausschreibungen und von großen Kunden verlangt und kann die Grundlage für die Pflichtinformationen bilden.
Nein. Ein ACR ist eine Selbstauskunft des Anbieters, keine Zertifizierung durch eine unabhängige Stelle. Seine Glaubwürdigkeit hängt davon ab, wie gründlich die zugrunde liegende Prüfung war. Ein ACR, der 2026 auf einem dokumentierten Audit beruht, ist deutlich belastbarer als eine reine Selbsteinschätzung.
Zuerst wird das Produkt in einem Accessibility Audit gegen den gewählten Standard geprüft. Danach wird die passende VPAT Ausgabe ausgefüllt: für jedes Kriterium eine Bewertung und eine verständliche Anmerkung. 2026 pflegen viele Teams die Einträge als Daten im Repository und halten sie mit automatisierten Tests aktuell.
Die VPAT kennt vier Stufen: unterstützt, teilweise unterstützt, nicht unterstützt und nicht anwendbar. Dazu kommt eine Anmerkung, die erklärt, welche Teile betroffen sind oder warum ein Kriterium nicht zutrifft. Gerade die Anmerkungen machen einen ACR für Einkäufer aussagekräftig.
Der ACR richtet sich an Einkäufer und ist sehr technisch, Kriterium für Kriterium. Die Erklärung zur Barrierefreiheit richtet sich an Nutzer und beschreibt verständlich, wie barrierefrei ein Angebot ist und wo es Einschränkungen gibt. Ein ACR kann die Grundlage für eine solche Erklärung sein, ersetzt sie aber nicht.
Immer dann, wenn sich das Produkt wesentlich ändert, etwa bei neuen Funktionen oder einer neuen Oberfläche. Viele Anbieter aktualisieren ihren ACR mit jeder größeren Version. Ein Datum und die geprüfte Version gehören deshalb in jeden Bericht.
Grundsätzlich jeder Anbieter für sein eigenes Produkt. Für die Glaubwürdigkeit ist es hilfreich, wenn die Prüfung von Fachleuten durchgeführt wird, die die WCAG und assistive Technologien gut kennen. Einige Einkäufer verlangen ausdrücklich eine Prüfung durch Dritte.
Ja, wenn sie zum Produkt gehören und im Umfang genannt sind. Die EU Ausgabe der VPAT deckt mit der EN 301 549 auch Software, Dokumente und Hardware ab. Im Bericht sollte klar stehen, welche Teile geprüft wurden, etwa Web Oberfläche, mobile App und mitgelieferte PDFs.
Falsche Angaben fallen spätestens auf, wenn ein Kunde nachprüft oder Beschäftigte mit Hilfsmitteln am Produkt scheitern. Das kann Vertrauen, Aufträge und je nach Vertrag auch rechtliche Folgen kosten. Ein ehrlicher Bericht mit Lücken und Plan ist deshalb die bessere Wahl.
Ja. In vielen Ausschreibungen von Behörden und großen Unternehmen ist ein ACR inzwischen Voraussetzung. Wer einen aktuellen, gut begründeten Bericht vorlegen kann, verkürzt Einkaufsprozesse und hebt sich von Anbietern ab, die nur eine Absichtserklärung liefern.