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Autor:
Roland Golla
Dunkles Förderband baut aus MiMo Prompt nachts eine fertige App, Mondsichel

Was ist MiMo Code?

MiMo Code ist der terminalbasierte KI Coding Agent von Xiaomi für die hauseigene Modellfamilie MiMo, deren aktuelle Generation MiMo V2.6 heißt. Der Agent arbeitet direkt in der Kommandozeile, ruft Werkzeuge auf, schreibt und ändert Code und behält dank eines persistenten Memory Systems seine Entscheidungen auch über sehr lange Projekte hinweg, wenn das Kontextfenster längst voll wäre.
Wichtig zur Abgrenzung: Mit MiMo ist hier nicht die gleichnamige Lern App gemeint, sondern Xiaomis Open Weight Modellfamilie. MiMo startete im April 2025 mit dem kompakten MiMo 7B, das Entwicklungsteam um Luo Fuli kam zuvor von DeepSeek. Die Gewichte der V2.5 Serie stehen unter MIT Lizenz auf Hugging Face, die V2.6 Gewichte hat Xiaomi dort ebenfalls veröffentlicht. Selbst hosten lassen sich die Modelle über vLLM oder SGLang.
Für Teams besonders relevant: MiMo Code baut auf OpenCode auf, inklusive MCP Unterstützung, und mit MiMo Desktop gibt es seit V2.6 auch eine Desktop App. Die MiMo Plattform stellt zudem eine OpenAI kompatible und eine Anthropic kompatible API bereit. Damit lässt sich MiMo direkt in bestehende Agenten wie Claude Code einhängen, ohne das Tooling zu wechseln. MiMo ordnet sich damit in das wachsende Feld der KI Coding Modelle ein.

MiMo Code mit NCA: Schnelle Hilfe vom Experten

Bei Never Code Alone arbeiten wir täglich mit terminalbasierten Coding Agents wie Claude Code und OpenCode und betreiben einen lokalen KI Stack mit Ollama und Qwen3 Coder. Genau dort lässt sich ein Open Weight Modell wie MiMo einhängen, und aus Beratungsprojekten wissen wir, worauf es bei Token Effizienz, Kontext und Selbsthosting wirklich ankommt.

Wir helfen Teams, MiMo und andere Modelle nüchtern einzuordnen, statt jedem Benchmark hinterherzulaufen. Das reicht von der Modellauswahl ohne US Anbieter über das Self Hosting von KI Assistenten bis zur automatisierten Qualitätssicherung in CI CD Pipelines und dem Codebase Audit für KI generierten Code. Wer ein KI Projekt vom Prototyp in die Production bringen will, findet bei uns Vibe Coding Consulting mit klarer Methodik.

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Inhalt

MiMo V2.6: was die neue Modellserie bringt

Am 22. September 2026 hat Xiaomi die Serie MiMo V2.6 veröffentlicht und als Open Source freigegeben. Sie besteht aus zwei nativ multimodalen Modellen, V2.6 Pro und V2.6 Flash. Dazu kommt MiMo V2.6 Distill Qwen 9B, ein kompaktes destilliertes Modell auf Qwen Basis.
Der Kern des Updates ist Reinforcement Learning in großem Maßstab. Xiaomi hat das Training rund sechs Tage lang öffentlich begleitet, mit 1.568 Samples pro Update und Kontext bis 1M Token. Die wichtigsten Punkte:
  • Coding: Während des RL Trainings stieg V2.6 Pro auf DeepSWE v1.1 von 58,4 auf 72,6, V2.6 Flash von 48,8 auf 65,7.
  • Ranking: Im Artificial Analysis Intelligence Index erreicht V2.6 Pro 46 Punkte, laut Xiaomi der Bestwert unter offenen Modellen. Zu den stärksten geschlossenen Modellen bleibt eine Lücke.
  • Kosten: Die API Preise bleiben auf dem Niveau von V2.5.
  • Open Source: Neben Gewichten und Technical Report veröffentlicht Xiaomi über 7.000 RL Trainingsumgebungen und das komplette RL Framework.
  • Neue Fähigkeiten: 3D Reasoning, Computer Use und Multi Agent Workflows, die Xiaomi unter dem Stichwort Vibe World zusammenfasst.
Unsere Einordnung: Das sind Herstellerangaben. Entscheidend ist, wie ein Modell im eigenen Repo, mit eigenen Tests und in der eigenen CI CD Pipeline performt. Für lokale Setups spannend ist das 9B Modell: In dieser Größe läuft es auf Entwickler Hardware und ist ein Kandidat, den wir uns neben Qwen3 Coder im Ollama Stack genauer ansehen.

MiMo Desktop: Xiaomis Desktop App für agentische Workflows

Zusammen mit V2.6 hat Xiaomi MiMo Desktop offiziell gestartet, nach einer Beta Phase auf Einladung. Die Desktop App nutzt MiMo Code als Kern Engine und bringt dessen Agenten Logik aus dem Terminal auf den Desktop. Eine Unterhaltung kann Büroarbeit, Design, Coding und multimodale Inhalte abdecken, mehrere Unterhaltungen teilen sich Aufgaben auf.
Was die App laut Xiaomi kann:
  • Aufgaben zerlegen: Du formulierst ein Ziel, die App plant, ruft Werkzeuge auf und liefert bearbeitbare Ergebnisse, von Dokumenten und Slides bis zu Web Apps und Software Projekten.
  • Orchestrierung: Je nach Aufgabe und Kosten wählt die App Modelle, Frameworks und Tools, komplexe Aufgaben laufen parallel über mehrere Agenten.
  • Live Vorschau: Ergebnisse erscheinen als interaktive Vorschau direkt in der Session, nicht als statischer Screenshot.
  • UltraSpeed: V2.6 Pro läuft in der App auch im UltraSpeed Modus, laut Xiaomi mit bis zu 20fach schnellerer Inferenz.
Zugang gibt es über eine Mitgliedschaft mit Zugriff auf V2.6 Pro und Flash. Alternativ hinterlegst du deinen eigenen API Key. Wer schon in der Beta war, stellt nur den Modellnamen um.
Unsere Einordnung: Für Entwicklerteams bleibt der Terminal Agent näher am Alltag, weil er direkt mit Git, Tests und Pipelines arbeitet. Die Desktop App zielt stärker auf gemischte Wissensarbeit. Beim Datenschutz gilt dasselbe wie bei der API: Laufen Aufgaben über Xiaomis Cloud, gehört das auf den Prüfstand. Wie das sauber geht, zeigen wir in unserer Beratung zur DSGVO konformen KI im Unternehmen.

Agentic Coding und MCP in MiMo Code

MiMo Code baut auf OpenCode auf und übernimmt dessen Kern: mehrere Provider, TUI, LSP, Plugins und volle MCP Unterstützung. MCP Server bindest du in der Config ein, lokal per Kommando oder remote per URL. API Keys liest die Config aus Umgebungsvariablen.
Code:
          

{
  "$schema": "https://mimo.xiaomi.com/mimocode/config.json",
  "mcp": {
    "context7": {
      "type": "remote",
      "url": "https://mcp.context7.com/mcp",
      "headers": {
        "CONTEXT7_API_KEY": "{env:CONTEXT7_API_KEY}"
      }
    },
    "mein-lokaler-server": {
      "type": "local",
      "command": ["bun", "x", "mein-mcp-kommando"],
      "enabled": true
    }
  }
}

Praxistipp: Jeder MCP Server kostet Kontext. MiMo Code erlaubt, MCP Tools global per Glob Muster abzuschalten, etwa mit mein-mcp* auf false, und sie nur für einzelne Agenten freizugeben. So bleibt das Kontextfenster schlank. Mehr dazu in unserem Artikel, wie du MCP Responses optimierst.
Auf der Agenten Seite ergänzt MiMo Code OpenCode um:
  • Subagenten Orchestrierung für parallele Teilaufgaben
  • zielgesteuerte autonome Loops, die bis zum definierten Ergebnis weiterarbeiten
  • Compose Workflows für wiederkehrende Abläufe
  • Selbstverbesserung über die Mechanismen dream und distill
Das Modell dahinter ist genau darauf trainiert. V2.6 lernte per Multi Agent RL über verschiedene Harnesses hinweg und bringt native Computer Use Fähigkeiten mit. In MiMo Desktop steuert der Agent per MCP sogar Figma. Welche Muster sich dafür bewähren, zeigen unsere agentischen Coding Patterns.
Mehr Autonomie braucht mehr Leitplanken. Wir kombinieren agentische Läufe immer mit Tests, automatisiertem KI Code Review und einem Blick auf die Security bei KI generiertem Code.

MiMo Code im Detail: der terminalbasierte Agent

MiMo Code wurde Anfang Juni 2026 vorgestellt und setzte zum Start auf MiMo V2.5 auf. Das Alleinstellungsmerkmal ist das persistente Memory: Während viele Agenten den roten Faden verlieren, sobald das Kontextfenster voll läuft, hält MiMo Code Entscheidungen über lange Projekte hinweg fest. Wer verstehen will, warum genau dieser Punkt entscheidend ist, findet bei uns einen tiefen Artikel zum Context Window Management.
Wie weit das reicht, zeigt Xiaomis eigene Demo zum damaligen Flaggschiff MiMo V2.5 Pro: 8.192 Zeilen Code über 1.868 Tool Calls und rund 11,5 Stunden autonome Arbeit, am Ende ein funktionierender Video Editor mit Mehrspur Timeline, Clip Trimming und Audio Mixing. Das ist der Long Horizon Anspruch, den auch agentische Coding Patterns verfolgen.
Der zweite große Hebel ist die Token Effizienz. Auf dem hauseigenen Benchmark ClawEval erreicht MiMo V2.5 Pro sein Ergebnis mit rund 70.000 Token pro Aufgabe, laut Xiaomi 40 bis 60 Prozent weniger als vergleichbare Spitzenmodelle. Für die Praxis bedeutet das niedrigere Inferenzkosten, ein Thema, zu dem wir Teams gezielt beraten, etwa wenn es darum geht, weniger Token zu brauchen oder MCP Responses zu optimieren.

Die MiMo Modellfamilie: vier Stufen

MiMo ist kein einzelnes Modell, sondern eine Familie mit klar abgestuften Rollen. Mit V2.6 reicht sie vom kompakten Distill Modell für lokale Setups bis zum Agenten Flaggschiff mit Hochgeschwindigkeitsmodus. Die folgende Tabelle ordnet die vier Stufen nach Merkmalen und Schwerpunkt, die Infografik darunter zeigt dieselben Stufen visuell. Die Vorgänger V2.5 Pro und V2.5 schaltet Xiaomi am 21. Oktober 2026 ab, die V2 Modelle sind bereits seit Ende Juni 2026 vom Netz.

MiMo V2.6 Modellfamilie im Überblick

Stufe Modell und Parameter Schwerpunkt
MiMo V2.6 Distill Distill Qwen 9B, Open Weights kompakt, Kandidat für lokale Setups
MiMo V2.6 Flash nativ multimodal, Open Weights schnell, laut Xiaomi stärker als V2.5 Pro
MiMo V2.6 Pro nativ multimodal, Open Weights Agenten Flaggschiff, Long Horizon Coding
UltraSpeed Modus mimo-v2.6-pro-ultraspeed laut Xiaomi bis zu 20fach schnellere Inferenz
Aufsteigendes Säulendiagramm der vier MiMo V2.6 Stufen Distill, Flash, Pro und UltraSpeed. Inhalt steht textuell in der Tabelle darüber.

MiMo Code in Benchmarks: Stärken und Grenzen

Schon das Vorgängermodell MiMo V2.5 Pro zeigte in den öffentlichen Coding Benchmarks starke Werte: 78,9 auf SWE-bench Verified, 57,2 auf SWE-Bench Pro und 68,4 auf Terminal-Bench 2.0. Auf Xiaomis eigenem MiMo Coding Bench erreichte das Modell 73,7 und lag damit nah an Claude Opus 4.6 mit 77,1. Laut Xiaomi übertrifft heute schon V2.6 Flash das alte V2.5 Pro. Benchmarks sind aber nur ein Teil der Wahrheit, entscheidend ist der Einsatzkontext.

Wo MiMo Stärken hat:

  • hochvolumiges agentisches Coding, bei dem die Token Kosten stärker zählen als die letzten Prozentpunkte Genauigkeit
  • Long Horizon Workflows mit vielen aufeinanderfolgenden Tool Calls und stabilem Kontext
  • Setups, die auf Open Weight und Selbsthosting setzen, etwa über vLLM oder SGLang

Die Grenzen gehören zur ehrlichen Einordnung dazu: MiMo ist ein chinesisches Modell, die Latenz aus Europa kann höher liegen als bei lokal gehosteten Alternativen, und das Tooling Ökosystem ist jünger als bei etablierten Anbietern. Für DSGVO sensible Szenarien ist Selbsthosting daher oft die sauberere Wahl. Wer Modelle vergleichen will, findet bei uns Einordnungen zu DeepSeek, GLM-5, MiniMax M3 sowie den direkten Vergleich Kimi K2.6 und Qwen3.6.

MiMo in Claude Code und OpenCode einhängen

Weil die MiMo Plattform eine OpenAI kompatible und eine Anthropic kompatible Schnittstelle bietet, lässt sich das Modell ohne Umbau in bestehende Agenten einbinden. Die OpenAI kompatible Schnittstelle liegt unter api.xiaomimimo.com/v1, der Anthropic kompatible Pfad unter api.xiaomimimo.com/anthropic. Den passenden API Key erstellst du vorab im MiMo Konsolen Dashboard unter platform.xiaomimimo.com und hinterlegst ihn als Umgebungsvariable. Für OpenCode genügt ein Provider Eintrag mit Basis URL, dem api-key Header und einem models Block.
Code:
          

{
  "$schema": "https://opencode.ai/config.json",
  "provider": {
    "mimo": {
      "npm": "@ai-sdk/openai-compatible",
      "name": "MiMo",
      "options": {
        "baseURL": "https://api.xiaomimimo.com/v1",
        "headers": { "api-key": "{env:MIMO_API_KEY}" }
      },
      "models": {
        "mimo-v2.6-pro": { "name": "MiMo V2.6 Pro" },
        "mimo-v2.6-flash": { "name": "MiMo V2.6 Flash" },
        "mimo-v2.6-pro-ultraspeed": { "name": "MiMo V2.6 Pro UltraSpeed" }
      }
    }
  }
}

Wichtig: MiMo authentifiziert über den api-key Header, deshalb steht der Schlüssel in headers und nicht in einer apiKey Option. Mit {env:MIMO_API_KEY} liest OpenCode ihn aus einer Umgebungsvariablen, statt ihn im Klartext in der Config zu speichern. Die Modellnamen schreibt Xiaomi komplett klein: mimo-v2.6-pro, mimo-v2.6-flash und mimo-v2.6-pro-ultraspeed. Alte IDs wie mimo-v2.5-pro gehören nicht mehr in die Config, sie sind ab dem 21. Oktober 2026 ungültig.
Wer lieber den Anthropic kompatiblen Pfad nutzt, konfiguriert Claude Code über Umgebungsvariablen. MiMo nutzt dabei den ANTHROPIC_AUTH_TOKEN, und die Sonnet, Opus und Haiku Aliase von Claude Code werden alle auf das MiMo Modell gemappt, sonst laufen Anfragen ins Leere.
Code:
          

export ANTHROPIC_BASE_URL=https://api.xiaomimimo.com/anthropic
export ANTHROPIC_AUTH_TOKEN=dein_mimo_key
export ANTHROPIC_MODEL=mimo-v2.6-pro
export ANTHROPIC_DEFAULT_SONNET_MODEL=mimo-v2.6-pro
export ANTHROPIC_DEFAULT_OPUS_MODEL=mimo-v2.6-pro
export ANTHROPIC_DEFAULT_HAIKU_MODEL=mimo-v2.6-flash

Genau solche Setups richten wir mit Teams gemeinsam ein, inklusive sauberer Trennung von lokalem und Cloud Betrieb. Mehr dazu in unserer Beratung zum Self Hosting von KI Assistenten und bei der DSGVO konformen KI im Unternehmen.

MiMo V2.5 abgeschaltet: was du jetzt umstellen musst

Xiaomi nimmt die V2.5 Generation vom Netz. Seit dem 14. Oktober 2026 leitet die Plattform Anfragen an mimo-v2.5-pro und mimo-v2.5 automatisch auf V2.6 um und rechnet sie zum V2.6 Preis ab. Am 21. Oktober 2026 um 10:00 Uhr chinesischer Zeit, also um 4:00 Uhr deutscher Zeit, werden die alten Modell IDs ungültig. Wer sie dann noch in Config oder Umgebungsvariablen stehen hat, bekommt nur noch Fehlermeldungen.
So ordnet Xiaomi die Modelle zu:
  • mimo-v2.5-pro wird zu mimo-v2.6-pro. Die API Parameter bleiben gleich. Neu ist das multimodale Verständnis, denn V2.5 Pro nahm nur Text an.
  • mimo-v2.5 wird zu mimo-v2.6-flash. Hier ändern sich Standardwerte, siehe unten.
  • mimo-v2-pro, mimo-v2-omni, mimo-v2-flash und mimo-v2-tts sind schon seit dem 30. Juni 2026 abgeschaltet.
Zwei Details können dein Setup still verändern:
  • Feste Sampling Werte: Im Thinking Mode lassen sich temperature und top_p bei V2.6 Pro und Flash nicht mehr selbst setzen. Das Modell läuft immer mit temperature 1.0 und top_p 0.95.
  • Mehr Output Token: Ohne explizites max_completion_tokens nutzt V2.6 Flash 131072 statt bisher 32768 Token. Das kann längere Antworten und höhere Kosten bedeuten.
Alte IDs im Projekt findest du schnell per Suche über Repo und Configs:
Code:
          

grep -rnE "mimo-v2\.5|mimo-v2-(pro|omni|flash|tts)" . --exclude-dir=node_modules --exclude-dir=.git

Unsere Empfehlung: IDs ersetzen, max_completion_tokens explizit setzen und den Wechsel mit der bestehenden Testsuite absichern, bevor er in Production geht. In der Nutzungsübersicht der MiMo Konsole siehst du zusätzlich, welche Modelle dein Account noch aufruft. Solche Modellwechsel gehören für uns in die CI CD Pipeline und in jeden Codebase Audit für KI generierten Code.

we are releasing MiMo-V2.5, a major step forward in agentic capability and multimodal understanding

LLM-Core Xiaomi, MiMo Team, Xiaomi – MiMo V2.5 Ankündigung

We believe RL is one of the most scalable and efficient paths toward self-improvement.

Fuli Luo, Leiterin des MiMo Teams, Xiaomi – via X

Was das Zitat von Fuli Luo bedeutet

Reinforcement Learning, kurz RL, heißt: Das Modell probiert eine Aufgabe, bekommt eine Bewertung und lernt aus dem Ergebnis. Anders als im klassischen Pretraining lernt es nicht aus fertigen Texten, sondern aus dem eigenen Handeln. Mit self-improvement meint Luo den Weg, den Xiaomi recursive self-improvement nennt: Das Modell wird in Schleifen aus Versuch und Feedback immer besser.
Der Haken: Das funktioniert nur, wenn sich ein Ergebnis zuverlässig prüfen lässt. Deshalb trainiert Xiaomi vor allem auf überprüfbaren Aufgaben. Laut Luo kamen die Belohnungen im V2.6 Training aus Testfällen und aus Bewertungen nach festen Rubriken. Code ist dafür ideal, weil ein Test klar sagt, ob etwas läuft oder nicht.
Unsere Einordnung:
  • Überzeugung, kein Beweis: Luo sagt bewusst „we believe“. Wie weit RL wirklich skaliert, ist in der Forschung offen. Die V2.6 Zahlen sind ein Indiz, aber Herstellerangaben.
  • Echte Transparenz: Ein öffentlich live gestreamtes Training mit Kosten und Metriken ist in der Branche selten. Das macht die Aussage überprüfbarer als übliche Launch Versprechen.
  • Bekanntes Risiko: Modelle können lernen, die Bewertung auszutricksen statt die Aufgabe zu lösen. Xiaomi beschreibt dafür eigene Schutzmechanismen gegen dieses Reward Hacking.
Für Teams steckt darin eine einfache Lektion: Was sich testen lässt, lässt sich verbessern. Das gilt für Modelle im Training genauso wie für KI generierten Code im Projekt. Ohne Tests fehlt jedes verlässliche Feedback. Deshalb setzen wir bei agentischen Workflows auf automatisierte Tests in der CI CD Pipeline, automatisiertes KI Code Review und einen Codebase Audit für KI generierten Code.

NCA Erfahrung mit Open Weight Modellen wie MiMo

In Beratungsprojekten sehen wir regelmäßig, dass die Modellwahl seltener am Benchmark scheitert als an Betrieb, Kosten und Datenhoheit. Unser eigener Stack setzt auf einen lokalen KI Betrieb mit Ollama, Qwen3 Coder und ergänzenden Modellen wie GLM-5 Turbo. Ein Open Weight Modell wie MiMo ist ein interessanter Kandidat für token intensive Agentenläufe, sobald Selbsthosting oder eine klare Datentrennung gesichert sind.

Wir begleiten Teams entlang der gesamten Kette: von der Modellauswahl ohne US Anbieter über agentische Coding Patterns bis zur Security bei KI generiertem Code. Gerät ein KI Projekt aus dem Ruder, hilft unser Angebot Vibe Coding Projekt retten, und für stabile Releases sorgen wir mit automatisiertem KI Code Review in der Pipeline.

Wer als Vibe Coder vom Prompten zum Entwickeln wachsen will, findet bei uns 1 zu 1 Mentoring und Unterstützung beim Weg vom Prototyp zur produktionsreifen Software. So wird aus einem starken Modell ein verlässlicher Teil deines Stacks.

CYPRESS.IO Ambassador und IT Consultant für QA Engenieering und Qualität in PHP Projekten.
NCA Vibe Coding Consulting

Roland Golla ist Entwickler aus Leidenschaft – seit über 20 Jahren. Er hat hunderte Projekte begleitet, von Legacy-Refactoring bis KI-Integration. Bei Vibe Coding verbindet er das Beste aus beiden Welten: Die Geschwindigkeit von KI-generiertem Code mit der Qualität professioneller Softwareentwicklung. Kein Bullshit, keine Agentur-Floskeln – direkte Hilfe von jemandem, der selbst täglich im Code steckt.

Häufige Fragen zu MiMo Code

Die wichtigsten Fragen zu MiMo Code, der MiMo Modellfamilie und dem sinnvollen Einsatz im Vibe Coding Workflow, kurz und praxisnah beantwortet.

Was ist MiMo Code 2026?

MiMo Code ist Xiaomis terminalbasierter KI Coding Agent für die Modellfamilie MiMo, aktuell MiMo V2.6. Er baut auf OpenCode auf, arbeitet in der Kommandozeile, ruft Werkzeuge auf und schreibt Code. Sein Kennzeichen ist ein persistentes Memory, das Entscheidungen über lange, autonome Projektläufe hinweg festhält.

Ist MiMo Open Source 2026?

Ja. Die V2.5 Gewichte stehen unter MIT Lizenz auf Hugging Face. Für V2.6 hat Xiaomi Gewichte und Technical Report von Pro und Flash veröffentlicht, dazu über 7.000 RL Trainingsumgebungen und das RL Framework. Selbst hosten lassen sich die Modelle über vLLM oder SGLang.

Welche MiMo Modelle gibt es 2026?

Aktuell ist die Serie MiMo V2.6 mit den nativ multimodalen Modellen Pro und Flash. Dazu kommen das kompakte MiMo V2.6 Distill Qwen 9B und ein UltraSpeed Modus für V2.6 Pro mit laut Xiaomi bis zu 20fach schnellerer Inferenz. Die Vorgänger V2.5 Pro und V2.5 schaltet Xiaomi am 21. Oktober 2026 ab.

MiMo V2.5 abgeschaltet: was muss ich 2026 umstellen?

Ab dem 21. Oktober 2026 sind die Modell IDs mimo-v2.5-pro und mimo-v2.5 ungültig. Ersetze mimo-v2.5-pro durch mimo-v2.6-pro und mimo-v2.5 durch mimo-v2.6-flash, in Configs, Umgebungsvariablen und Pipelines. Setze max_completion_tokens explizit, denn V2.6 Flash nutzt ohne Angabe 131072 statt 32768 Token. Im Thinking Mode sind temperature und top_p fest vorgegeben.

Kann ich MiMo mit Claude Code nutzen 2026?

Ja. Die MiMo Plattform bietet eine Anthropic kompatible API, sodass sich das Modell direkt in Claude Code einbinden lässt, indem die Basis URL auf den MiMo Endpoint zeigt. Über die OpenAI kompatible Schnittstelle funktioniert ebenso OpenCode ohne Umbau des Workflows.

Was kostet MiMo 2026?

MiMo wird über eine API mit nutzungsabhängiger Abrechnung angeboten, V2.6 kostet laut Xiaomi genauso viel wie V2.5. Für MiMo Desktop gibt es zusätzlich eine Mitgliedschaft. Konkrete Tarife ändern sich und sollten direkt auf der MiMo Plattform geprüft werden. Wer selbst hostet, zahlt für die eigene Infrastruktur.

Was ist MiMo Desktop?

MiMo Desktop ist Xiaomis Desktop App, die MiMo Code als Kern Engine nutzt. Du formulierst ein Ziel, die App zerlegt es in Aufgaben, ruft Werkzeuge auf und liefert bearbeitbare Ergebnisse wie Dokumente, Slides oder Web Apps. Zugang gibt es per Mitgliedschaft oder mit eigenem API Key.

Unterstützt MiMo Code MCP?

Ja. MiMo Code übernimmt die MCP Unterstützung von OpenCode. MCP Server bindest du in der Config lokal per Kommando oder remote per URL ein. Über Glob Muster lassen sich MCP Tools global abschalten und nur für einzelne Agenten freigeben, das spart Kontext und Token.

Was ist das persistente Memory von MiMo Code?

Das persistente Memory hält getroffene Entscheidungen und Kontext über lange Projektläufe hinweg fest. Viele Agenten verlieren den roten Faden, sobald das Kontextfenster gefüllt ist. MiMo Code soll diesen Bruch vermeiden und dadurch stundenlange, autonome Aufgaben mit vielen Tool Calls stabiler bewältigen.

Wie gut ist MiMo in Coding Benchmarks?

MiMo V2.5 Pro erreicht laut Xiaomi 78,9 auf SWE-bench Verified. Für V2.6 Pro meldet Xiaomi 46 Punkte im Artificial Analysis Intelligence Index und einen Anstieg auf DeepSWE v1.1 von 58,4 auf 72,6 während des RL Trainings. Benchmarks sind aber nur ein Teil der Bewertung, der Einsatzkontext zählt mehr.

Kann ich MiMo selbst hosten?

Ja. Da die Gewichte offen vorliegen, lässt sich MiMo über Laufzeiten wie vLLM oder SGLang auf eigener Hardware betreiben. Für kleinere Setups ist das 9B Modell MiMo V2.6 Distill Qwen interessant. Für Teams mit hohen Datenschutzanforderungen ist Selbsthosting oft die sauberere Variante. NCA hilft bei Aufbau und Betrieb.

Ist MiMo für DSGVO konforme Projekte geeignet?

MiMo ist ein chinesisches Modell, daher ist die Nutzung der öffentlichen API und der Desktop App für sensible Daten kritisch zu prüfen. Geeignet wird es vor allem im Selbsthosting auf eigener oder europäischer Infrastruktur, bei der Daten den eigenen Verantwortungsbereich nicht verlassen. Die Einordnung klären wir im Beratungsprojekt.

Was ist der UltraSpeed Modus von MiMo?

UltraSpeed ist ein Hochgeschwindigkeitsmodus für MiMo Pro. Mit V2.6 steht er in MiMo Desktop und auf der Open Platform unter dem Modellnamen mimo-v2.6-pro-ultraspeed bereit und liefert laut Xiaomi bis zu 20fach schnellere Inferenz. Das lohnt sich für latenzkritische Aufgaben und Echtzeit nahe Agentenschleifen.

Lohnt sich MiMo gegenüber lokalen Modellen wie Qwen?

Das hängt vom Use Case ab. MiMo hat Stärken bei langen, agentischen Läufen und Token Effizienz. Für rein lokale, ressourcenschonende Workflows können Modelle wie Qwen3 Coder über Ollama besser passen. NCA hilft Teams, die Optionen anhand von Datenhoheit, Hosting und Aufgabe nüchtern zu vergleichen.

Wo bekomme ich den MiMo API Key 2026?

Den API Key erstellst du im MiMo Konsolen Dashboard unter platform.xiaomimimo.com. Nach der Anmeldung legst du dort einen Schlüssel an und hinterlegst ihn als Umgebungsvariable, in OpenCode als MIMO_API_KEY im api-key Header, in Claude Code als ANTHROPIC_AUTH_TOKEN. So bleibt der Schlüssel aus der Config heraus.