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Terminal OpenCode mit Provider-Badges Claude Gemini GPT, Rakete, grüner Matrix

Was ist OpenCode?

OpenCode ist ein quelloffener KI-Coding-Agent für das Terminal, der im Gegensatz zu Claude Code oder Cursor nicht an einen einzigen KI-Anbieter gebunden ist. Entwickelt vom SST-Team (bekannt für Serverless Stack), verbindet Open Code über 75+ LLM-Provider in einer einheitlichen Terminal-Oberfläche – von Claude über Gemini bis zu lokalen Modellen via Ollama.

Was opencode in der Vibe-Coding-Szene so schnell bekannt gemacht hat: 100.000 GitHub-Stars in kurzer Zeit, eine wachsende Community von über 700 Contributors und eine klare Philosophie – kein verstecktes Abo, kein API-Key-Zwang, keine Datenweitergabe. Der Agent läuft direkt im Terminal mit einer Bubble-Tea-TUI (Terminal User Interface), zeigt Code-Änderungen im Git-Diff-Format und speichert Konversationen lokal in SQLite.

Für professionelle Entwickler ist das entscheidend: OpenCode zwingt dich nicht, bei steigenden Kosten bei einem Anbieter zu bleiben. Sobald ein neues Modell die Benchmark-Charts anführt, reicht ein /connect-Befehl, um zu wechseln. Das macht den Open-Code-Agent weniger zu einem Tool als vielmehr zu einer Infrastrukturentscheidung.

CYPRESS.IO Ambassador und IT Consultant für QA Engenieering und Qualität in PHP Projekten.

NCA Vibe Coding Consulting

Roland Golla ist Entwickler aus Leidenschaft – seit über 20 Jahren. Er hat hunderte Projekte begleitet, von Legacy-Refactoring bis KI-Integration. Bei Vibe Coding verbindet er das Beste aus beiden Welten: Die Geschwindigkeit von KI-generiertem Code mit der Qualität professioneller Softwareentwicklung. Kein Bullshit, keine Agentur-Floskeln – direkte Hilfe von jemandem, der selbst täglich im Code steckt.

Wie funktioniert OpenCode im Terminal?

OpenCode startet mit einem simplen opencode im Terminal und öffnet eine interaktive TUI. Von dort aus richtest du per /connect deinen Anbieter ein – Anthropic, OpenAI, Google, AWS Bedrock, Groq oder eigene Endpunkte via OpenRouter. Das Modell lässt sich jederzeit wechseln, die gewählte Konfiguration landet in einer lokalen JSON-Datei.

Technisch setzt Open Code auf drei Kernmechanismen:

  • Session Management: Alle Konversationen werden in SQLite gespeichert und können jederzeit fortgesetzt oder exportiert werden
  • Tool Integration: Der Agent kann Bash-Befehle ausführen, Dateien suchen, Code ändern – mit expliziter Nutzerfreigabe
  • Auto Compact: Wenn der Kontextrahmen voll läuft, fasst opencode automatisch zusammen statt abzubrechen
  • LSP-Support: Language Server Protocol für Code-Intelligence direkt im Terminal
  • MCP-Integration: Model Context Protocol erlaubt die Anbindung externer Tools via standardisiertem Interface

Besonders für Teams, die mit Git-Workflows arbeiten, ist das Git-Diff-Format ein echter Vorteil: Jede KI-generierte Änderung wird als Diff angezeigt, bevor sie angewendet wird. Kein blindes Überschreiben, kein Rätselraten, was das Modell verändert hat – das unterscheidet den OpenCode-Agent fundamental von vielen GUI-basierten Alternativen.

OpenCode vs. Claude Code vs. Cursor: Der ehrliche Vergleich

Alle drei Tools wollen dasselbe: KI in den Coding-Workflow integrieren. Aber sie tun es auf fundamental unterschiedliche Weisen. Die Stärke von OpenCode liegt nicht darin, besser als Claude Code zu sein – sondern darin, unabhängig davon zu sein. Wer heute Claude Sonnet nutzt, kann morgen mit einem /connect-Befehl auf Gemini 3 Pro oder GLM-5 wechseln, ohne seinen Workflow zu verändern.

Ein direkter Blick auf die Unterschiede:

  • Provider-Lock-in: Claude Code = nur Anthropic. Cursor = mehrere Anbieter, aber proprietär. Open Code = vollständig offen, 75+ Provider
  • Kosten: Claude Code benötigt Pro/Max-Abo oder API-Key. Cursor ab $20/Monat. opencode selbst ist kostenlos – du zahlst nur für den Provider deiner Wahl
  • Code-Transparenz: OpenCode zeigt alle Änderungen als Git-Diff bevor sie angewendet werden. Claude Code und Cursor variieren hier je nach Einstellung
  • IDE-Unabhängigkeit: Der Open-Code-CLI läuft rein im Terminal, kein IDE-Zwang. Claude Code hat VS Code/JetBrains-Extensions. Cursor ist ein eigener Editor
  • Datenschutz: OpenCode speichert nichts auf externen Servern (Konversation lokal in SQLite). Dein API-Key, dein Code, deine Kontrolle

Für deutschsprachige Unternehmen unter DSGVO-Anforderungen ist der letzte Punkt besonders relevant. Wer seine API-Calls gegen einen DSGVO-konformen europäischen Endpunkt routet – etwa Mistral via OpenRouter – kann opencode ohne US-Datentransfer betreiben. Für Claude Code und Cursor gilt das so pauschal nicht.

My overall take is that vibe coding is a huge distraction. The superior workflow for 2026 is massive context windows and manual control – and for that, OpenCode is honestly the best tool out there. It shows you all code changes in git diff format, and I can't understand how anyone would settle for anything else.

Anton Morgunov, Software-Ingenieur und LLM-Blogger – via ischemist.com

Welche KI-Modelle funktionieren am besten mit OpenCode?

OpenCode unterstützt theoretisch alles was einen API-Endpunkt hat – aber nicht alle Modelle sind gleich gut für agentenbasiertes Coding geeignet. Das Kernproblem: Ein Coding-Agent muss nicht nur Code schreiben, er muss auch zuverlässig Tool-Calls ausführen. Modelle, die dabei inkonsistent sind, verursachen Retry-Loops, falsche Datei-Änderungen oder abgebrochene Tasks.

Die Open-Code-Community hat basierend auf Praxistests (Stand Februar 2026) folgende Empfehlungen herausgearbeitet:

  • Claude Sonnet 4.5 (Anthropic): Standard für die meisten Tasks. Schnell, zuverlässig, gutes Tool-Calling. Über Pro-Abo nutzbar
  • Claude Opus 4.6 (Anthropic): Für komplexe Refactorings und mehrstufige Tasks. Token-intensiver, aber höhere Lösungsqualität
  • Gemini 2.5 Pro (Google): Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis für große Codebases. 1-Mio-Token-Kontextfenster, in Google AI Studio teilweise kostenlos
  • GLM-4.7 (Zhipu AI): 10× günstiger als Sonnet 4.5 laut Community-Berichten. Für Budget-bewusste Teams mit weniger kritischen Tasks
  • Lokale Modelle via Ollama: Für maximale Datenkontrolle. Qwen2.5-Coder-32B ist derzeit die stärkste lokale Option für Coding-Tasks

OpenCode Zen ist der kuratierte Weg: Hier hat das SST-Team eine Auswahl an Modellen getestet, mit Providern optimiert konfiguriert und gebenchmarkt. Wer nicht selbst experimentieren will, startet mit Zen – monatliche Nutzungslimits, keine Provider-Recherche, keine inkonsistenten Konfigurationen. Aktuell in der Waitlist-Phase, der Preis steht noch nicht fest.

MCP-Server und LSP: OpenCode als Entwicklungs-Hub

OpenCode implementiert das Model Context Protocol (MCP) vollständig – und das ist kein Marketing-Feature, sondern eine Infrastrukturentscheidung. Über MCP verbindest du den Agenten mit externen Diensten: Datenbanken, Jira, Slack, eigene REST-APIs. Die Konfiguration läuft über eine lokale JSON-Datei:

Code:
          

opencode.json:
{
  "mcpServers": {
    "sulu-cms": {
      "type": "url",
      "url": "https://deine-domain.de/mcp"
    },
    "github": {
      "type": "stdio",
      "command": "github-mcp-server",
      "args": ["--token", "ghp_..."]
    }
  }
}

Sobald MCP-Server konfiguriert sind, stehen ihre Tools dem Agenten automatisch zur Verfügung – mit demselben Berechtigungsmodell wie die eingebauten Tools. Der Nutzer muss explizit bestätigen, bevor externe Dienste aufgerufen werden.

LSP-Integration (Language Server Protocol) ist das zweite große Feature für professionelle Entwicklung. OpenCode kann Code-Intelligence-Daten aus deiner IDE-Konfiguration nutzen: Typ-Informationen, Fehler-Diagnosen, Symbol-Referenzen. Das reduziert halluzinierte Variablennamen und falsche API-Aufrufe erheblich – ein Problem, das viele Vibe Coder aus Cursor oder reinen LLM-Chats kennen.

OpenCode kritisch betrachtet: Wo es noch hakt

100.000 GitHub-Stars in kurzer Zeit klingen beeindruckend – aber Hype-Metriken ersetzen keine ehrliche Einschätzung. OpenCode ist ein junges Tool mit echten Stärken und echten Schwächen, die du kennen solltest, bevor du deinen Workflow darauf umbaust.

Was noch fehlt oder hakelt:

  • Windows-Support: Go-basiert, grundsätzlich cross-platform – aber die TUI-Erfahrung ist unter Windows-Terminal noch nicht auf macOS/Linux-Niveau
  • Modell-Konsistenz: Je nach gewähltem Modell variiert die Tool-Calling-Qualität erheblich. Günstige Modelle können bei komplexen Multi-File-Tasks mit opencode instabil werden
  • Kein GUI: Wer von Cursor kommt und visuelle Diff-Ansichten gewohnt ist, muss sich an das Terminal-Interface von Open Code gewöhnen
  • Community- vs. Enterprise-Support: Bei Claude Code steht Anthropic dahinter. Bei OpenCode ist es das SST-Team und die Community – für kritische Produktionsworkflows ein relevanter Unterschied
  • OpenCode Zen Preise unbekannt: Der kuratierte Modell-Service ist noch in der Waitlist-Phase. Was er kosten wird, steht zum Redaktionszeitpunkt nicht fest

Unser Fazit bei NCA: opencode ist das richtige Tool für Entwickler, die ihren KI-Stack aktiv steuern wollen. Wer lieber ein funktionierendes All-in-one-Produkt mit Support will, ist bei Claude Code oder Cursor besser aufgehoben. Die Frage ist nicht, welches Tool "besser" ist – sondern welche Kontrolle und Flexibilität du brauchst.

OpenCode in deinem Team einsetzen?

Wir helfen dir, OpenCode sauber zu konfigurieren – von Provider-Auswahl und MCP-Server-Setup bis zur DSGVO-konformen Routing-Strategie für europäische Unternehmen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die wichtigsten Fragen zu OpenCode – von Installation und Modell-Auswahl bis hin zu DSGVO-Compliance und dem Vergleich mit Claude Code. Stand: Februar 2026.

Was ist OpenCode und wofür wird es 2026 eingesetzt?

OpenCode ist ein quelloffener KI-Coding-Agent für das Terminal, entwickelt vom SST-Team. 2026 wird es als kostenfreie Alternative zu Claude Code und Cursor eingesetzt – mit dem zentralen Vorteil, dass du jeden der 75+ unterstützten LLM-Provider jederzeit wechseln kannst, ohne deinen Workflow anzupassen.

Welche Modelle empfiehlt OpenCode für Vibe Coding 2026?

Laut Community-Erfahrungen (Stand Februar 2026) funktionieren Claude Sonnet 4.5 und Gemini 2.5 Pro am zuverlässigsten für agentenbasiertes Coding. GLM-4.7 ist die günstigste Option für weniger komplexe Tasks. Lokale Modelle via Ollama (z.B. Qwen2.5-Coder-32B) eignen sich für DSGVO-kritische Projekte.

Ist OpenCode kostenlos 2026 nutzbar?

OpenCode selbst ist vollständig kostenlos und Open Source (MIT-Lizenz). Du zahlst nur für die KI-API, die du nutzt. Wer Claude Sonnet über das Anthropic Pro-Abo für $20/Monat betreibt, hat bereits alles was er braucht. OpenCode Zen als kuratierter Modell-Service ist noch in der Waitlist-Phase.

Wie unterscheidet sich OpenCode von Claude Code 2026?

Claude Code ist an Anthropics Modelle gebunden und bietet tiefen IDE-Support (VS Code, JetBrains). OpenCode ist provider-unabhängig, läuft rein im Terminal und zeigt alle Code-Änderungen als Git-Diff. Für Entwickler, die Kontrolle über ihren KI-Stack priorisieren, ist OpenCode die flexiblere Wahl.

Kann ich OpenCode DSGVO-konform 2026 in Deutschland einsetzen?

Ja – mit der richtigen Provider-Konfiguration. Wer seine API-Calls über europäische Endpunkte routet (z.B. Mistral via OpenRouter oder selbst gehostete Modelle via Ollama) vermeidet US-Datentransfers. OpenCode speichert selbst keine Konversationsdaten auf externen Servern, nur lokal in SQLite.

Wie installiere ich OpenCode?

OpenCode lässt sich über npm installieren: npm install -g opencode-ai, oder als Binärdatei direkt von GitHub Releases herunterladen. Nach der Installation startest du es mit opencode im Projektverzeichnis und richtest deinen Provider via /connect ein.

Was ist OpenCode Zen?

OpenCode Zen ist ein kuratierter Modell-Service vom SST-Team: Ausgewählte Modelle werden speziell für Coding-Agents getestet, optimiert und gebenchmarkt. Im Gegensatz zum freien Provider-Zugang gibt es bei Zen monatliche Limits und keine manuelle Konfiguration. Zum Stand Februar 2026 ist Zen noch in der Waitlist-Phase.

Unterstützt OpenCode lokale Modelle via Ollama?

Ja. OpenCode verbindet sich über den OpenAI-kompatiblen Endpunkt von Ollama mit lokal laufenden Modellen. Die Konfiguration erfolgt als Custom Provider in der opencode.json. Für Coding-Tasks empfiehlt die Community aktuell Qwen2.5-Coder-32B als stärkstes lokales Modell.

Wie funktioniert MCP in OpenCode?

OpenCode implementiert das Model Context Protocol vollständig. MCP-Server werden in der opencode.json als stdio oder SSE-Endpoints konfiguriert. Einmal eingerichtet, stehen ihre Tools dem KI-Agenten automatisch zur Verfügung – mit expliziter Nutzerfreigabe vor jedem externen Aufruf.

Ist OpenCode besser als Cursor?

Besser ist die falsche Frage. OpenCode ist terminal-nativ, provider-unabhängig und zeigt alle Änderungen als Git-Diff. Cursor ist ein vollständiger Editor mit GUI, Live-Preview und stärkerem Pair-Programming-Fokus. Wer gerne im Terminal arbeitet und Provider-Flexibilität will, ist mit OpenCode besser bedient.

Wie viele GitHub-Stars hat OpenCode?

OpenCode wuchs laut Community-Berichten innerhalb weniger Wochen von unter 40.000 auf über 100.000 GitHub-Stars – ein Wachstumstempo, das als außergewöhnlich für ein Terminal-Tool gilt. Die Zahl 2,5 Mio. monatliche Nutzer stammt von der offiziellen OpenCode-Website und ist eine Selbstangabe des Teams.

Kann OpenCode in CI/CD-Pipelines eingesetzt werden?

Ja. OpenCode unterstützt einen nicht-interaktiven Modus mit dem -p Flag (Prompt-Modus) und der Option --print für reine Textausgabe. Das ermöglicht die Integration in GitHub Actions, GitLab CI oder Jenkins für automatisierte Code Reviews, Übersetzungen oder Security-Scans.

Wie sicher ist OpenCode mit meinem Quellcode?

OpenCode selbst speichert nichts extern – Konversationen landen lokal in SQLite. Der Code-Kontext wird an den von dir gewählten API-Provider gesendet. Das Sicherheitsniveau hängt also direkt vom Provider ab. Für maximale Kontrolle: lokale Modelle via Ollama oder DSGVO-konforme europäische Provider nutzen.