Karpathy LLM Wiki: nanoGPT, LLM.c und das LLM OS für Entwickler
Das Karpathy LLM Wiki erklärt Andrej Karpathys wichtigste LLM-Ressourcen für Entwickler: nanoGPT, LLM.c, makemore und das LLM OS Konzept kompakt erklärt.
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Das Open Knowledge Format (OKF) ist eine offene, vendor neutrale Spezifikation von Google Cloud, die organisatorisches Wissen als Verzeichnis von Markdown Dateien mit YAML Frontmatter darstellt. Veröffentlicht am 12. Juni 2026 vom Google Cloud Data Cloud Team, formalisiert OKF das sogenannte LLM Wiki Muster in ein portables, interoperables Format, das Menschen und KI Agenten gleichermaßen lesen können.
Die Idee dahinter ist bewusst schlicht: kein neues Runtime, kein Pflicht SDK, keine proprietäre Plattform. Ein OKF Bundle ist nur Markdown, nur Dateien, nur YAML Frontmatter. Jede Datei beschreibt ein Konzept, etwa eine Tabelle, ein Dataset, eine Metrik, ein Runbook oder eine API. Der Dateipfad ist die Identität des Konzepts, und gewöhnliche Markdown Links verbinden die Konzepte zu einem Wissensgraphen.
OKF löst das Context Assembly Problem moderner Agentensysteme. Heute liegt internes Wissen verstreut in Metadaten Katalogen, Wikis, Code Kommentaren oder allein in den Köpfen erfahrener Entwickler. Jedes neue KI Agenten Projekt sammelt diese Informationen von Grund auf neu ein. OKF setzt an dieser Stelle einen gemeinsamen Standard, vergleichbar mit dem, was das Model Context Protocol für den Tool Zugriff leistet, nur eben für das Wissen selbst.
Never Code Alone beschäftigt sich seit Jahren mit lokal gehosteter KI und DSGVO konformen Wissensbasen. Genau das Problem, das OKF adressiert, kennen wir aus der Praxis: Wissen, das in Konfluenz, Code Kommentaren, Datenbank Schemata und den Köpfen einzelner Entwickler feststeckt. In NCA Projekten bauen wir regelmäßig Markdown basierte Knowledge Stacks auf, etwa mit Obsidian, Logseq und dem SKILL.md Format, und wissen daher, wie ein offener Standard wie OKF in einen produktiven Workflow passt.
Rund um das Open Knowledge Format ordnet NCA alle angrenzenden Themen ein: vom Vibe Coding Consulting über den Aufbau eines DSGVO konformen lokalen Stacks mit Ollama und llama.cpp bis zur Anbindung an das Model Context Protocol. Wir helfen Teams, eine Wissensbasis sauber zu strukturieren, prüfen im konkreten Use Case, ob OKF zur eigenen Architektur passt, und zeigen, wie sich das Format mit lokaler KI für Compliance verbinden lässt.
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Was soll entstehen?
Ein OKF Bundle ist ein Verzeichnis aus Markdown Dateien. Jede Datei repräsentiert ein Konzept und besteht aus einem kleinen YAML Frontmatter Block für strukturierte, abfragbare Felder und einem Markdown Body für alles Weitere. Das einzige Pflichtfeld ist type. Optional und ebenfalls reserviert sind title, description, resource, tags und timestamp. Alles andere überlässt die Spezifikation bewusst dem Produzenten.
So sieht ein Konzept Dokument für eine Tabelle aus:
---
type: BigQuery Table
title: Orders
description: Eine Zeile pro abgeschlossener Bestellung
resource: https://console.cloud.google.com/bigquery
tags: [sales, revenue]
timestamp: 2026-05-28T14:30:00Z
---
# Schema
| Spalte | Typ | Beschreibung |
|-------------|--------|-------------------------------|
| order_id | STRING | Global eindeutige Bestell ID |
| customer_id | STRING | Verweis auf customers.md |
# Joins
Verknuepft mit customers.md ueber customer_id
Konzepte verlinken sich über normale Markdown Links und bilden so einen Graphen aus Beziehungen, der reicher ist als die reine Ordnerhierarchie. Optional enthalten Bundles index.md Dateien für progressive Offenlegung beim Navigieren sowie log.md Dateien für die chronologische Änderungshistorie. Die komplette Spezifikation v0.1 passt laut Google auf eine einzige Seite und liegt offen auf GitHub im Repository GoogleCloudPlatform knowledge-catalog.
Google begründet das Design von OKF mit drei Leitgedanken, die das Format bewusst leichtgewichtig halten:
Zum Start liefert Google bewusst nur Referenz Implementierungen: einen Enrichment Agent, der ein BigQuery Dataset durchläuft und für jede Tabelle ein OKF Dokument entwirft, einen statischen HTML Visualizer, der jedes Bundle in eine interaktive Graph Ansicht verwandelt, sowie drei fertige Beispiel Bundles. Diese Tools zeigen einen möglichen Weg, schreiben aber weder Agenten Framework noch Modell vor. Wer mit lokalen Modellen wie Qwen oder einem RAG Framework wie LlamaIndex arbeitet, kann eigene Produzenten und Konsumenten bauen.
| Eigenschaft | Open Knowledge Format | Klassischer Metadaten Katalog |
|---|---|---|
| Format | Markdown plus YAML, offen lesbar | Proprietäres Schema je Anbieter |
| Zugriff | Git clone, cat, jeder Editor | API und SDK des Anbieters nötig |
| Portabilität | Über Systeme und Organisationen hinweg | An die Plattform gebunden |
| Pflichtfeld | Nur das Feld type | Vollständiges Metadaten Schema |
| Versionierung | Direkt in Git neben dem Code | Separates System, eigener Export |
Für Unternehmen in der EU ist der offene Charakter von OKF mehr als ein technisches Detail. Wer seine Wissensbasis als offenes Markdown ablegt statt in einem proprietären Katalog, behält die volle Kontrolle: Die Dateien lassen sich auf eigenen Servern, im eigenen Git und ohne externen Dienst betreiben. Das macht OKF zu einem natürlichen Baustein für einen DSGVO konformen, lokal gehosteten KI Stack, wie ihn NCA regelmäßig mit Teams aufbaut.
Wichtig zur Einordnung: OKF ersetzt das Model Context Protocol nicht, sondern ergänzt es. MCP regelt, wie ein Agent Werkzeuge und Datenquellen zur Laufzeit anspricht, etwa über einen GitHub MCP Server oder die Mistral Connectors. OKF beschreibt dagegen das kuratierte Wissen selbst. Beide Ansätze adressieren dasselbe Grundproblem aus unterschiedlichen Richtungen: Ein Modell ist nur so gut wie der Kontext, den es bekommt.
Das Muster ist nicht neu. Wer schon einmal einen Obsidian Vault mit einem Coding Agent verbunden, mit SKILL.md Dateien gearbeitet oder das Karpathy LLM Wiki gelesen hat, erkennt die Form sofort. OKF formalisiert genau die kleine Menge an Konventionen, die nötig ist, damit diese bislang individuellen Lösungen zusammenarbeiten. Auch verwandt ist der Trend zu kompakten Datenformaten wie TOON, der ebenfalls Token und Lesbarkeit in den Mittelpunkt stellt.
LLMs don't get bored, don't forget to update a cross-reference.
OKF ist ein Format, kein Tool, das man installiert. Genau deshalb ordnen wir es als Experten ein, statt es pauschal zu empfehlen. Ob ein offener Wissensstandard für dein Projekt passt, hängt davon ab, wie verteilt dein Wissen heute liegt und wie viele Agenten darauf zugreifen sollen. In NCA Projekten sehen wir regelmäßig, dass der größte Hebel nicht im Modell liegt, sondern im Kontext, den es bekommt. Ein sauber strukturiertes Bundle aus Markdown Konzepten bringt oft mehr als das nächstgrößere Modell.
Sinnvoll wird OKF dort, wo mehrere Teams oder mehrere Agenten dieselbe Wissensbasis nutzen und Portabilität zählt. Für eine einzelne kleine Codebase reicht häufig schon eine SKILL.md oder ein Obsidian Vault. Wir helfen Teams, diese Entscheidung im konkreten Use Case zu treffen, und verbinden OKF bei Bedarf mit einem lokalen Stack aus Ollama, Embedding Modellen und einem RAG Framework.
Roland Golla und das NCA Team begleiten diesen Weg vom Prototyp bis in die Produktion. Unsere Schwerpunkte reichen vom Vibe Coding Consulting über Vibe Coding Best Practices bis zur Vibe Coding Beratung für Teams, die KI gestützte Entwicklung sicher und DSGVO konform aufsetzen wollen. Wir kombinieren offene Standards wie OKF mit einem souveränen, europäischen KI Stack.
Roland Golla ist Entwickler aus Leidenschaft – seit über 20 Jahren. Er hat hunderte Projekte begleitet, von Legacy-Refactoring bis KI-Integration. Bei Vibe Coding verbindet er das Beste aus beiden Welten: Die Geschwindigkeit von KI-generiertem Code mit der Qualität professioneller Softwareentwicklung. Kein Bullshit, keine Agentur-Floskeln – direkte Hilfe von jemandem, der selbst täglich im Code steckt.
Die wichtigsten Fragen zu OKF, seiner Funktionsweise und der Einordnung gegenüber MCP und proprietären Katalogen, kompakt beantwortet.
OKF ist eine offene, vendor neutrale Spezifikation von Google Cloud, die Wissen als Verzeichnis von Markdown Dateien mit YAML Frontmatter darstellt. Veröffentlicht im Juni 2026, formalisiert es das LLM Wiki Muster zu einem portablen Standard, den Menschen und KI Agenten ohne Übersetzungsschicht lesen können.
Google Cloud hat das Open Knowledge Format am 12. Juni 2026 als Spezifikation v0.1 veröffentlicht. Die Version ist ausdrücklich als Startpunkt gedacht und soll sich rückwärtskompatibel weiterentwickeln, während mehr Produzenten und Konsumenten entstehen. Repository und Spezifikation liegen offen auf GitHub.
Pflicht ist genau ein Feld: type. Damit legt OKF fest, um welche Art von Konzept es sich handelt, etwa eine Tabelle, ein Dataset oder eine Metrik. Optional und reserviert sind title, description, resource, tags und timestamp. Alles Weitere bleibt dem Produzenten überlassen.
Nein. OKF und das Model Context Protocol ergänzen sich. MCP regelt, wie ein Agent zur Laufzeit Werkzeuge und Datenquellen anspricht. OKF beschreibt dagegen das kuratierte Wissen selbst als portables Markdown. Beide adressieren dasselbe Grundproblem, den fehlenden Kontext, aus unterschiedlichen Richtungen.
Ja. Da OKF nur aus offenen Markdown Dateien besteht, lässt es sich vollständig auf eigenen Servern, im eigenen Git und ohne externen Dienst betreiben. Kein Datensatz muss das eigene System verlassen. Damit eignet sich OKF gut als Baustein für einen DSGVO konformen, lokal gehosteten KI Stack.
Das Open Knowledge Format stammt vom Google Cloud Data Cloud Team. Als Tech Leads zeichnen Sam McVeety und Amir Hormati verantwortlich. Google veröffentlicht das Format als offenen Standard und lädt ausdrücklich zu alternativen Implementierungen und Adoption über Google Produkte hinaus ein.
Ein Bundle ist ein Verzeichnis aus Markdown Dateien, in dem jede Datei ein Konzept beschreibt. Der Dateipfad ist die Identität des Konzepts, Markdown Links verbinden die Konzepte zu einem Wissensgraphen. Optional enthalten Bundles index.md Dateien für progressive Offenlegung und log.md Dateien für die Historie.
Ein klassischer Katalog nutzt ein proprietäres Schema und verlangt API sowie SDK des Anbieters. OKF dagegen ist nur Markdown plus YAML, lesbar in jedem Editor und portabel über Systeme und Organisationen hinweg. Das Wissen lebt versioniert in Git neben dem Code, statt in einem separaten System.
Google stellt Referenz Implementierungen bereit: einen Enrichment Agent, der für jede BigQuery Tabelle ein OKF Dokument entwirft, einen statischen HTML Visualizer für interaktive Graph Ansichten sowie drei fertige Beispiel Bundles. Diese Tools sind bewusst nur Proofs of Concept und schreiben kein bestimmtes Framework vor.
OKF formalisiert das LLM Wiki Muster, das der KI Forscher Andrej Karpathy in seinem viel beachteten Gist beschrieben hat. Seine Kernidee: LLMs werden nicht müde und vergessen keine Querverweise, weshalb sie die Pflege eines Wikis übernehmen können, während Menschen die Inhalte kuratieren.
Ja. OKF baut auf denselben Bausteinen auf wie Obsidian Vaults oder das SKILL.md Format, nämlich Markdown und YAML Frontmatter. Wer bereits mit diesen Mustern arbeitet, erkennt die Form sofort. OKF fügt nur die kleine Menge an Konventionen hinzu, die nötig ist, damit solche Wikis interoperabel werden.
Die vollständige Spezifikation v0.1, das Repository und die Beispiel Bundles liegen offen auf GitHub im Projekt GoogleCloudPlatform knowledge-catalog im Ordner okf. Laut Google passt die Spezifikation auf eine einzige Seite und ist explizit für rückwärtskompatibles Wachstum versioniert.
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