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Was ist Web MCP?

Web MCP (Model Context Protocol) ist der offene Standard fuer die Verbindung von KI-Agenten mit externen Datenquellen und Werkzeugen ueber das Internet. Das Protokoll definiert, wie KI-Modelle strukturiert auf Datenbanken, APIs, Dateisysteme und Webdienste zugreifen, ohne dass fuer jede Kombination eine eigene Schnittstelle programmiert werden muss. Anthropic veroeffentlichte MCP im November 2024 und uebergab es im Dezember 2025 an die Agentic AI Foundation unter dem Dach der Linux Foundation.

Das Model Context Protocol loest das sogenannte N-mal-M-Integrationsproblem: Statt fuer jedes KI-Modell und jedes Tool eine individuelle Anbindung zu entwickeln, genuegen N Server-Implementierungen plus M Client-Implementierungen. Der Vergleich mit USB-C liegt nahe: ein universeller Anschluss fuer alle Geraete. Mit ueber 97 Millionen monatlichen SDK-Downloads, mehr als 10.000 aktiven Servern und nativer Unterstuetzung in Claude, ChatGPT, Gemini, Cursor, VS Code und Microsoft Copilot hat sich MCP innerhalb von 14 Monaten zum De-facto-Standard der Agentic-AI-Aera entwickelt.

Der Begriff Web MCP betont dabei die Remote-Faehigkeit des Protokolls: Ueber den Streamable HTTP Transport koennen MCP-Server als Cloud-Dienste betrieben werden, auf die beliebige Clients weltweit zugreifen. Fuer Unternehmen, die KI-Agenten produktiv einsetzen wollen, ist das Verstaendnis von Web MCP und seinen Sicherheitsmechanismen entscheidend. Never Code Alone setzt MCP-Server selbst produktiv ein, etwa fuer das Sulu CMS und die n8n-Workflow-Automatisierung.

CYPRESS.IO Ambassador und IT Consultant für QA Engenieering und Qualität in PHP Projekten.

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Roland Golla ist nicht nur Gründer von Never Code Alone, sondern ein anerkannter IT-Spezialist mit über 20 Jahren Erfahrung in der Softwareentwicklung. Mit der Expertise aus über 300 erfolgreich abgeschlossenen Web-Projekten entwickelt er heute das NCA AI CMS – eine Lösung, die tiefgreifendes technisches Know-how mit modernster Künstlicher Intelligenz verbindet.

Als offizieller Cypress.IO Ambassador, Speaker auf internationalen Konferenzen und YouTube-Creator für führende Testing-Tools weiß er genau, worauf es bei digitaler Qualität ankommt. Sein Fokus: KI-Systeme (wie Claude 3 und Mistral AI), die nicht nur Texte generieren, sondern echte Geschäftsprozesse für lokale Dienstleister automatisieren und messbare Ergebnisse liefern.

Wie funktioniert das Model Context Protocol?

MCP basiert auf einer Client-Server-Architektur mit drei Schichten. Der Host ist die Anwendung mit dem KI-Modell, zum Beispiel Claude Desktop oder Cursor. Dieser verwaltet einen oder mehrere MCP-Clients, die jeweils eine 1:1-Verbindung zu einem MCP-Server unterhalten. Die gesamte Kommunikation erfolgt ueber JSON-RPC 2.0 mit standardisierten Methoden.

Das Protokoll definiert drei Kern-Primitive:

  • Tools: Ausfuehrbare Funktionen, die das KI-Modell aufrufen kann. Beispiele sind Dateioperationen, API-Calls oder Datenbankabfragen. Entdeckung via tools/list, Ausfuehrung via tools/call.
  • Resources: Datenquellen, die kontextuelles Wissen liefern. Zugriff ueber URI-Schemata via resources/read.
  • Prompts: Wiederverwendbare Vorlagen zur Strukturierung von LLM-Interaktionen. Abruf via prompts/get.

Als Transportschichten stehen stdio fuer lokale Server (als Subprozess) und Streamable HTTP fuer Remote-Server zur Verfuegung. Die Architektur orientiert sich am Language Server Protocol (LSP) von Microsoft, das einst die Interoperabilitaet zwischen Code-Editoren und Sprachservern standardisierte. Genau wie LSP die Entwicklerwerkzeuge vereinheitlichte, schafft MCP einen universellen Rahmen fuer die Kommunikation zwischen KI-Modellen und der Aussenwelt.

Streamable HTTP – Der Remote-Transport für Web MCP

Der entscheidende technische Sprung von lokalen MCP-Servern zu Web MCP kam mit der Spezifikation 2025-03-26: dem Streamable HTTP Transport. Dieser löste das bisherige HTTP+SSE-Transportverfahren ab und macht MCP-Server als Cloud-Dienste betreibbar – erreichbar für beliebige Clients weltweit über einen einzigen HTTP-Endpunkt.

Die Architektur ist elegant: Der Client sendet POST-Requests an einen einzelnen Endpunkt. Der Server antwortet entweder mit JSON (für einfache Request-Response-Muster) oder mit einem Server-Sent-Events-Stream für lang laufende Operationen. SSE ist dabei optional – nicht mehr erzwungen wie beim Vorgänger. Session-Management erfolgt über den Mcp-Session-Id-Header, Stream-Resumability über Last-Event-ID.

Der Vorteil gegenüber dem alten HTTP+SSE-Transport:

  • Ein Endpunkt statt zwei: Keine getrennten /sse- und /message-Pfade mehr
  • SSE optional: Einfache Anfragen brauchen keinen Stream
  • Session-Management: Zustandsbehaftete Kommunikation über Header
  • Resumability: Abgebrochene Streams können fortgesetzt werden
  • Proxy-kompatibel: Funktioniert mit Standard-HTTP-Infrastruktur

Das TypeScript SDK unterstützt Streamable HTTP seit Version 1.10.0 (April 2025). Für Unternehmen bedeutet das: MCP-Server lassen sich hinter Load Balancern, API Gateways und CDNs betreiben – genau wie jeder andere REST-Service.

Authentifizierung und Sicherheit bei Remote MCP-Servern

Mit der Öffnung von MCP-Servern ins Internet wird Sicherheit zur zentralen Herausforderung. Die Spezifikation 2025-03-26 führte OAuth 2.1 als Authentifizierungsstandard ein: Der MCP-Server fungiert als OAuth Resource Server, der Authorization Code Flow mit PKCE (Proof Key for Code Exchange) ist verpflichtend. Seit der Spezifikation 2025-06-18 kommt Token Audience Validation nach RFC 8707 hinzu, um Token-Missbrauch über Server-Grenzen zu verhindern.

Die Sicherheitslage im MCP-Ökosystem ist allerdings ernüchternd. Laut einer Analyse von Astrix Security nutzen 53 Prozent aller MCP-Server unsichere statische Secrets wie API-Keys und Personal Access Tokens. Nur 8,5 Prozent setzen OAuth ein. Die Sicherheitsfirma Knostic fand 1.862 MCP-Server ohne jegliche Authentifizierung, die öffentlich im Internet erreichbar waren.

Kritische Schwachstellen wurden auch in populären Servern entdeckt:

  • CVE-2025-6514 (CVSS 9.6): OS Command Injection im weit verbreiteten mcp-remote-Paket mit über 437.000 Downloads
  • CVE-2025-49596 (CVSS 9.4): Remote Code Execution im offiziellen MCP Inspector über CSRF
  • CVE-2025-53967: Command Injection im Framelink Figma MCP Server mit über 600.000 Downloads

Das Forschungsteam von Invariant Labs dokumentierte im April 2025 zudem sogenannte Tool Poisoning Attacks: Schadcode wird in Tool-Beschreibungen eingebettet, unsichtbar für den Nutzer, aber ausführbar durch das KI-Modell. Selbst Claude Opus war in Tests anfällig.

Für den produktiven Einsatz von Remote-MCP-Servern gelten daher klare Empfehlungen: OAuth 2.1 mit PKCE statt statischer API-Keys verwenden, Server hinter einem API Gateway betreiben, Token-Scopes minimal halten und regelmäßig MCP-Server-Audits durchführen. Bei Never Code Alone unterstützen wir Unternehmen bei der sicheren Konfiguration und dem Betrieb von MCP-Infrastruktur.

Die wichtigsten Stimmen zum Model Context Protocol

Die Geschwindigkeit, mit der MCP von der gesamten Branche adoptiert wurde, ist beispiellos. Von Anthropic über OpenAI bis Google und Microsoft – alle großen KI-Unternehmen haben sich hinter das Protokoll gestellt.

"Introducing the Model Context Protocol – An open standard we've been working on at Anthropic that solves a core challenge with LLM apps: connecting them to your data."

– Alex Albert, Head of Claude Relations bei Anthropic, via X, 25. November 2024 (1,4 Millionen Views)

"People love MCP and we are excited to add support across our products. Available today in the Agents SDK."

– Sam Altman, CEO OpenAI, via X, 26. März 2025

OpenAIs Adoption markierte den Wendepunkt: Wenn selbst der größte Wettbewerber den Standard des Konkurrenten übernimmt, spricht das für die technische Qualität des Protokolls.

"MCP is a good protocol and it's rapidly becoming an open standard for the AI agentic era. We're excited to announce that we'll be supporting it for our Gemini models and SDK."

– Demis Hassabis, CEO Google DeepMind, via X, April 2025

Mit Googles Unterstützung für Gemini-Modelle und Microsofts Integration in VS Code und Copilot Studio wurde MCP zum De-facto-Standard, der alle relevanten KI-Plattformen verbindet.

Das MCP-Ökosystem: Clients, Server und die Agentic AI Foundation

Innerhalb von 14 Monaten hat sich um MCP ein umfangreiches Ökosystem entwickelt. Auf der Client-Seite unterstützen alle großen KI-Plattformen das Protokoll: Claude Desktop und Claude Code (seit November 2024), das OpenAI Agents SDK und ChatGPT Developer Mode (seit März bzw. September 2025), Cursor, VS Code mit GitHub Copilot (seit Mai 2025), Gemini CLI und AI Studio von Google, sowie Amazon Bedrock und JetBrains IDEs.

Die Server-Seite zeigt ähnlich beeindruckendes Wachstum. Im offiziellen MCP Registry und auf Plattformen wie mcp.so finden sich über 10.000 aktive Server. Die populärsten nach monatlichem Suchvolumen (Oktober 2025): Playwright (35.000), Figma (23.000), GitHub (17.000), Context7 (13.000), Supabase (11.000), Notion (9.500) und n8n (9.200). Für praktisch jede relevante API – von Slack über Stripe bis Google Drive – existiert ein MCP-Server.

Am 9. Dezember 2025 wurde MCP an die neu gegründete Agentic AI Foundation (AAIF) unter dem Dach der Linux Foundation übergeben. Anthropic spendete MCP, Block spendete Goose, OpenAI spendete AGENTS.md. Die Platinum-Mitglieder (350.000 Dollar pro Jahr) umfassen AWS, Anthropic, Block, Bloomberg, Cloudflare, Google, Microsoft und OpenAI. Über 35 Gold-Mitglieder wie JPMorgan Chase, Salesforce, SAP und Oracle runden das Bild ab.

"MCP started as an internal project. Donating MCP to the Linux Foundation ensures it stays open, neutral, and community-driven."

– Mike Krieger, CPO Anthropic, Dezember 2025

Die Lead Maintainer sind weiterhin Justin Spahr-Summers und David Soria Parra, die MCP bei Anthropic entwickelt haben. Seit Juli 2025 gibt es einen formalen SEP-Prozess (Specification Enhancement Proposals) für Änderungen an der Spezifikation.

Web MCP im Vergleich: Function Calling und Google A2A

MCP wird häufig mit OpenAI Function Calling verwechselt, löst aber ein anderes Problem. Function Calling ist eine API-seitige Konvention: Tool-Definitionen werden direkt in den API-Request eingebettet, sind herstellerspezifisch und statisch. MCP trennt dagegen die Tool-Bereitstellung vom Modell. Server und Client sind unabhängig, die Entdeckung neuer Tools geschieht dynamisch zur Laufzeit. Beide Ansätze sind komplementär: Man kann einen MCP-Server als Tool innerhalb eines Function-Calling-Frameworks aufrufen.

Das Agent-to-Agent Protocol (A2A) von Google (veröffentlicht April 2025, im Juni 2025 ebenfalls an die Linux Foundation gespendet) adressiert die Kommunikation zwischen Agenten. MCP verbindet Agenten mit Tools, A2A verbindet Agenten untereinander. Die offizielle A2A-Dokumentation bringt es auf den Punkt: Build with ADK, equip with MCP, communicate with A2A. Über 150 Organisationen unterstützen A2A, darunter Atlassian, Salesforce und SAP.

Ein Analyseartikel auf latent.space identifizierte mehrere Faktoren, warum MCP sich gegen proprietäre Alternativen durchgesetzt hat: Netzwerkeffekte (jeder neue Server erhöht den Wert für alle Clients), die offene Spezifikation von Tag eins (keine Angst vor Vendor Lock-in), die Einfachheit des LSP-inspirierten Designs und die niedrige Einstiegshürde. Dank KI-gestützter Codegenerierung können selbst Einsteiger funktionsfähige MCP-Server erstellen.

WebMCP: Das Model Context Protocol kommt in den Browser

Am 10. Februar 2026 veröffentlichte das Google Chrome Team eine Early Preview von WebMCP (Web Model Context Protocol) in Chrome 146 Canary. WebMCP ist ein Vorschlag für einen neuen Webstandard, der es Websites ermöglicht, strukturierte Tools direkt für KI-Agenten bereitzustellen. Statt dass Agenten Webseiten per Screenshot interpretieren, DOM parsen oder HTML scrapen müssen, können Websites über eine neue Browser-API (navigator.modelContext) explizit Funktionen anbieten, die Agenten aufrufen können.

Der Vorschlag definiert zwei komplementäre APIs:

  • Declarative API: Standardaktionen, die direkt in HTML-Formularen definiert werden. Bestehende, gut strukturierte Formulare können durch Hinzufügen von Tool-Namen und Beschreibungen sofort agent-fähig gemacht werden.
  • Imperative API: Komplexere, dynamische Interaktionen über JavaScript. Über registerTool() registriert eine Website Funktionen wie searchProducts(query, filters) mit vollständigen Parameter-Schemas.

Wie André Cipriani Bandarra von Google im offiziellen Chrome-Blog schreibt: WebMCP soll sicherstellen, dass KI-Agenten Aktionen auf Websites mit erhöhter Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Präzision ausführen können.

Googles Software-Engineer Khushal Sagar definiert drei Säulen, auf denen WebMCP aufbaut:

  • Context: Alle Daten, die Agenten brauchen, um zu verstehen, was der Nutzer gerade tut – einschließlich Inhalte, die nicht sichtbar auf dem Bildschirm sind.
  • Capabilities: Aktionen, die der Agent im Auftrag des Nutzers ausführen kann, von Fragen beantworten bis Formulare ausfüllen.
  • Coordination: Die Übergabe zwischen Nutzer und Agent, wenn der Agent eine Situation nicht autonom lösen kann.

Sagars Vergleich ist treffend: WebMCP soll das USB-C der KI-Agent-Interaktionen mit dem Web werden – ein universelles Interface, das jeder Agent nutzen kann.

Wichtig: WebMCP ist technisch nicht identisch mit MCP. Es folgt nicht der JSON-RPC-Spezifikation und hat keine Client-Server-Architektur im klassischen Sinne. WebMCP teilt MCPs konzeptuelles Modell (Tools mit Schemas, die Agenten aufrufen), läuft aber vollständig client-seitig im Browser. Die Webseite wird quasi zum MCP-Server, der startet, sobald ein Agent sie besucht.

Der Standard wurde gemeinsam von Google und Microsoft entwickelt und wird über die W3C Web Machine Learning Working Group inkubiert. Auch Alex Nahas, der unabhängig das Projekt MCP-B (eine Chrome-Extension mit ähnlichem Ansatz) entwickelt hatte, arbeitet mittlerweile mit der W3C-Gruppe zusammen. SEO-Experte Dan Petrovic bezeichnete WebMCP als den größten Wandel im Technical SEO seit Structured Data.

Für Website-Betreiber bedeutet WebMCP einen Paradigmenwechsel: Statt passiv darauf zu warten, dass Agenten die eigene Seite korrekt interpretieren, kann man aktiv definieren, wie Agenten mit der Website interagieren. Sam Witteveen fasst es in seinem YouTube-Video zu WebMCP (12. Februar 2026) zusammen: Ein einziger strukturierter Tool-Aufruf ersetzt, was zuvor Dutzende Browser-Interaktionen erfordert hätte.

Fazit: Web MCP als Infrastruktur der Agentic-AI-Ära

Das Model Context Protocol hat sich in 15 Monaten vom internen Anthropic-Projekt zum universellen Standard für die Anbindung von KI-Agenten an externe Systeme entwickelt. Mit Streamable HTTP, OAuth 2.1 und der Verwaltung durch die Linux Foundation erfüllt MCP die Anforderungen für den produktiven Unternehmenseinsatz. Die neue WebMCP-Initiative zeigt, dass der nächste logische Schritt bereits eingeleitet ist: Nicht nur Backend-Tools, sondern auch Websites werden direkt für Agenten zugänglich.

Für Entwickler und Unternehmen bedeutet das: Wer 2026 KI-Agenten produktiv einsetzen will, kommt an MCP nicht vorbei. Ob als Konsument (MCP-Clients in Claude, ChatGPT oder Cursor nutzen), als Anbieter (eigene MCP-Server für interne Tools bereitstellen) oder als Website-Betreiber (WebMCP für die eigene Webpräsenz evaluieren) – das Protokoll durchdringt die gesamte Wertschöpfungskette.

Bei Never Code Alone setzen wir MCP-Server produktiv ein: für unser Sulu CMS, für n8n-Workflow-Automatisierung und für die Integration von KI in bestehende Entwicklungsprozesse. Du möchtest MCP-Server für dein Unternehmen aufsetzen, bestehende Integrationen absichern oder WebMCP für deine Website evaluieren? Vereinbare eine kostenlose Erstberatung unter roland@nevercodealone.de oder ruf direkt an: +49 176 24747727.

SEO Freelancer aus Berlin

Ein besonderer Dank an der Stelle geht an Jörg Zimmer von https://teleschmie.de und sein Feedback für besseres Content Marketing 2026.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die folgenden Fragen beantworten die häufigsten Suchanfragen rund um Web MCP, das Model Context Protocol, Remote-MCP-Server und WebMCP im Browser. Stand: Februar 2026.

Was ist Web MCP und wofür wird es 2026 eingesetzt?

Web MCP (Model Context Protocol) ist der offene Standard für die Verbindung von KI-Agenten mit externen Datenquellen und Werkzeugen über das Internet. Über den Streamable HTTP Transport können MCP-Server als Cloud-Dienste betrieben werden, auf die Claude, ChatGPT, Gemini und andere KI-Clients zugreifen. Verwaltet wird MCP seit Dezember 2025 von der Agentic AI Foundation unter dem Dach der Linux Foundation.

Wie funktioniert das Model Context Protocol technisch 2026?

MCP nutzt eine Client-Server-Architektur mit JSON-RPC 2.0. Ein Host (z.B. Claude Desktop) verwaltet MCP-Clients, die sich mit MCP-Servern verbinden. Das Protokoll definiert drei Primitive: Tools (ausführbare Funktionen), Resources (Datenquellen) und Prompts (wiederverwendbare Vorlagen). Als Transport dient stdio für lokale Server und Streamable HTTP für Remote-Verbindungen.

Was kostet der Einsatz von MCP-Servern 2026?

Die MCP-Spezifikation und die offiziellen SDKs (TypeScript, Python) sind kostenlos und Open Source. Kosten entstehen durch den Betrieb eigener Server (Hosting, Infrastruktur) und die API-Nutzung der KI-Modelle. Viele öffentliche MCP-Server wie GitHub, Slack oder Notion sind kostenfrei nutzbar. Für den produktiven Unternehmenseinsatz empfiehlt sich eine professionelle Sicherheitskonfiguration.

Welche KI-Plattformen unterstützen MCP 2026?

Alle großen Plattformen: Claude Desktop und Claude Code (Anthropic), ChatGPT Developer Mode und Agents SDK (OpenAI), Gemini CLI und AI Studio (Google), VS Code mit GitHub Copilot (Microsoft), Cursor, Amazon Bedrock und JetBrains IDEs. Das Ökosystem umfasst über 97 Millionen monatliche SDK-Downloads und mehr als 10.000 aktive Server.

Was ist der Unterschied zwischen MCP und OpenAI Function Calling 2026?

Function Calling ist eine herstellerspezifische API-Konvention, bei der Tool-Definitionen statisch in Requests eingebettet werden. MCP trennt die Tool-Bereitstellung vom Modell: Server und Client sind unabhängig, neue Tools werden dynamisch zur Laufzeit entdeckt. Beide Ansätze sind komplementär und können kombiniert werden.

Wie sicher sind Remote-MCP-Server?

Die Spezifikation sieht OAuth 2.1 mit PKCE als Authentifizierung vor. In der Praxis nutzen laut Astrix Security jedoch 53 Prozent aller MCP-Server unsichere statische API-Keys, und nur 8,5 Prozent setzen OAuth ein. Kritische Schwachstellen wie CVE-2025-6514 (CVSS 9.6) im mcp-remote-Paket zeigen die Notwendigkeit professioneller Sicherheitsaudits.

Was ist WebMCP und wie unterscheidet es sich von MCP?

WebMCP (Web Model Context Protocol) ist ein neuer Webstandard-Vorschlag von Google und Microsoft, veröffentlicht am 10. Februar 2026 in Chrome 146 Canary. Anders als MCP läuft WebMCP vollständig client-seitig im Browser und folgt nicht der JSON-RPC-Spezifikation. Websites können über navigator.modelContext Tools für KI-Agenten registrieren, ohne einen Backend-Server zu betreiben.

Wie funktioniert die WebMCP Declarative API?

Die Declarative API erlaubt es, bestehende HTML-Formulare durch Hinzufügen von Tool-Namen und Beschreibungen für KI-Agenten aufrufbar zu machen. Gut strukturierte Formulare sind damit zu 80 Prozent agent-fähig ohne zusätzlichen JavaScript-Code. Die Imperative API über registerTool() deckt komplexere Interaktionen ab.

Was sind die drei Säulen von WebMCP?

Laut Googles Khushal Sagar basiert WebMCP auf drei Säulen: Context (alle Daten, die Agenten zum Verständnis brauchen), Capabilities (Aktionen im Auftrag des Nutzers) und Coordination (Übergabe zwischen Nutzer und Agent bei Grenzsituationen). WebMCP setzt auf kooperative Human-in-the-Loop-Workflows statt vollautonome Agenten.

Was ist die Agentic AI Foundation?

Die AAIF wurde am 9. Dezember 2025 als Directed Fund unter der Linux Foundation gegründet. Anthropic spendete MCP, Block spendete Goose, OpenAI spendete AGENTS.md. Platinum-Mitglieder sind AWS, Anthropic, Block, Bloomberg, Cloudflare, Google, Microsoft und OpenAI. Die Foundation stellt die herstellerneutrale Governance des Protokolls sicher.

Was ist der Streamable HTTP Transport bei MCP?

Streamable HTTP ersetzt seit der Spezifikation 2025-03-26 das ältere HTTP+SSE-Verfahren. Der Client sendet POST-Requests an einen einzigen Endpunkt, SSE ist optional. Session-Management erfolgt über den Mcp-Session-Id-Header. Der Transport ist proxy-kompatibel und ermöglicht den Betrieb von MCP-Servern hinter Load Balancern und API Gateways.

Wie erstelle ich einen eigenen MCP-Server?

Die offiziellen SDKs für TypeScript und Python bieten Starter-Templates. Ein minimaler Server implementiert mindestens ein Tool mit tools/list und tools/call. Für den Remote-Betrieb wird Streamable HTTP als Transport konfiguriert und OAuth 2.1 als Authentifizierung eingerichtet. Never Code Alone unterstützt bei der professionellen Umsetzung.

Welche Rolle spielt MCP für SEO und LLMO?

MCP beeinflusst die Auffindbarkeit von Inhalten durch KI-Systeme direkt. Websites, die strukturierte Tools über WebMCP anbieten, werden von Agenten bevorzugt genutzt. Dan Petrovic bezeichnete WebMCP als den größten Wandel im Technical SEO seit Structured Data. Für die LLMO-Strategie ist MCP-Kompatibilität 2026 ein Wettbewerbsvorteil.

Kann Never Code Alone bei der MCP-Integration helfen?

Ja. Never Code Alone setzt MCP-Server produktiv ein, unter anderem für das Sulu CMS und n8n-Workflow-Automatisierung. Wir unterstützen beim Aufsetzen eigener MCP-Server, bei der Absicherung mit OAuth 2.1, bei der WebMCP-Evaluierung für Websites und bei der Integration in bestehende Entwicklungsprozesse. Kontakt: roland@nevercodealone.de oder +49 176 24747727.

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