Eliminierung technischer Schulden mit PHPStan, Rector PHP und PHPUnit. Über 20 Jahre Praxiserfahrung in skalierbaren Backends.
- Aktualisiert:
- Autor:
- Roland Golla
Was ist das A2A Protokoll
A2A steht für Agent to Agent und ist ein offener Standard für die Kommunikation zwischen KI Agenten. Agenten aus verschiedenen Frameworks finden sich gegenseitig, übergeben Aufgaben und stimmen sich ab, ohne ihr Innenleben offenzulegen. Weder Memory noch Tools noch die eigene Logik werden geteilt.
Google hat A2A im April 2025 vorgestellt und die Spezifikation im Juni 2025 an die Linux Foundation übergeben. Seitdem liegt die Steuerung bei einem herstellerneutralen Projekt, an dem unter anderem AWS, Cisco, Microsoft, Salesforce, SAP und ServiceNow beteiligt sind. Seit 2026 ist Version 1.0 stabil, dazu gibt es offizielle SDKs für Python, JavaScript, Java, Go und .NET unter Apache 2.0.
Der Vergleich, der am schnellsten sitzt: MCP verbindet einen Agenten mit seinen Werkzeugen, A2A verbindet Agenten miteinander. Das eine läuft senkrecht nach unten zu Daten und Tools, das andere waagerecht zwischen gleichrangigen Systemen. Beides schließt sich nicht aus, in der Praxis läuft es zusammen.
Inhalt
A2A mit NCA: Schnelle Hilfe vom Experten
Never Code Alone verfolgt die Protokollschicht rund um KI Agenten seit ihrem Aufkommen und ordnet sie für Teams ein. Unsere Production läuft auf Sulu, Symfony, Astro und Cypress, dazu n8n für Workflows. Wir wissen deshalb, wo ein Standard echten Aufwand spart und wo er nur eine Schicht mehr ist, die jemand betreiben muss.
Passend dazu unterstützen wir bei Vibe Coding Consulting, beim Agentic Coding im Team, bei Best Practices für KI gestützte Entwicklung, bei der Auswahl passender KI Modelle und beim Aufbau von Testabsicherung im Frontend und im PHP Backend.
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Agent Card: die Visitenkarte eines Agenten
Jeder A2A Server veröffentlicht eine Agent Card unter einem festen Pfad. Diese JSON Datei beschreibt, was der Agent kann, welche Datenformate er versteht, über welche Transporte er erreichbar ist und wie die Authentifizierung läuft. Wer einen Agenten einbinden will, liest zuerst diese Karte.
curl https://agent.example.de/.well-known/agent-card.json
Seit 2026 lassen sich Agent Cards signieren. Das ist mehr als Kosmetik: Wer fremde Agenten aufruft, will wissen, ob die Beschreibung echt ist und nicht unterwegs verändert wurde. Ohne Signatur bleibt Entdeckung ein Vertrauensvorschuss, den in einem offenen Netz niemand geben sollte.
Ein zentrales Verzeichnis für Agenten gibt es im Standard bislang nicht. Wer viele Agenten koppelt, baut die Registrierung selbst oder pflegt eine Liste. Das ist eine der offenen Baustellen, an denen Teams in der Praxis Arbeit haben.
Wie eine Aufgabe durch A2A läuft
Der Kern von A2A ist der Task. Ein Agent schickt eine Aufgabe an einen anderen, und diese Aufgabe hat einen klaren Lebenszyklus mit acht Zuständen: eingereicht, in Arbeit, Eingabe nötig, Freigabe nötig, abgeschlossen, fehlgeschlagen, abgebrochen und abgelehnt. Der Fortschritt bleibt über Verbindungsabbrüche hinweg abrufbar.
Technisch läuft der Austausch über JSON-RPC 2.0, alternativ über gRPC oder HTTP mit JSON. Für lange Läufe gibt es Server Sent Events und Push Benachrichtigungen per Webhook. Ein Client kann eine Aufgabe abschicken und den Strom direkt mitlesen oder sich später an eine laufende Aufgabe anhängen.
Zwei Zustände verdienen besondere Aufmerksamkeit. Eingabe nötig heißt: Der entfernte Agent kommt ohne Rückfrage nicht weiter. Freigabe nötig heißt: Es fehlt eine Berechtigung. Beides sind keine Fehler, sondern geplante Haltepunkte. Wer sie im eigenen Code als Fehler behandelt, baut sich unnötige Abbrüche ein.
A2A, MCP und ACP im Vergleich
| Protokoll | Verbindet | Typische Frage |
|---|---|---|
| MCP | Agent mit Werkzeugen und Daten | Womit arbeitet dieser Agent |
| A2A | Agent mit anderen Agenten | Wer kann diese Aufgabe übernehmen |
| ACP | Agenten mit Verhandlungssemantik | Worauf einigen sich beide |
| Kombination | A2A verteilt, MCP versorgt | Wer macht es und womit |
Wo A2A 2026 ankommt
Die Verbreitung wächst schnell. Die Linux Foundation meldete im April 2026 über 150 Organisationen mit produktivem Einsatz, mehr als 22.000 GitHub Stars und SDKs in fünf Sprachen. Unterstützung gibt es unter anderem in Microsoft Copilot Studio, Azure AI Foundry und Amazon Bedrock AgentCore.
Für Open Source Anwender ist der spannendere Punkt: Hermes Agent liefert seit dem Herald Release im August 2026 ein A2A Plugin mit. Damit spricht ein selbst gehosteter Agent dasselbe Protokoll wie die großen Plattformen, ohne dass jemand eine Brücke bauen muss. Frameworks wie LangGraph und CrewAI lassen sich ebenfalls als A2A Server veröffentlichen.
Auf A2A setzen inzwischen weitere Standards auf, etwa ein Protokoll für Zahlungen zwischen Agenten. Wer heute koppelt, sollte diese Erweiterungen kennen, aber nicht vorschnell einbauen. Der Kern ist stabil, die Aufbauten sind es noch nicht überall.
Grenzen, Sicherheit und Datenschutz
A2A regelt den Transport, nicht die Verantwortung. Das Protokoll sagt nichts darüber, wer haftet, wer ein Ergebnis abnimmt oder wie Regeln über Organisationsgrenzen hinweg durchgesetzt werden. Genau diese Lücken beschreibt die Forschung derzeit ausführlich. Wer koppelt, braucht seine eigene Governance darüber.
Praktisch heißt das drei Dinge. Erstens: Rechte eng schneiden, ein entfernter Agent bekommt nur das Nötigste. Zweitens: Agent Cards prüfen, im Zweifel nur signierte akzeptieren. Drittens: Alles protokollieren, was raus und rein geht. Ein Agent, der Aufgaben an fremde Systeme gibt, ist eine Schnittstelle wie jede andere und gehört entsprechend überwacht.
Beim Datenschutz gilt die NCA Regel: Coding aus der Cloud, Datenverarbeitung im eigenen Netz. Sobald Aufgaben an fremde Agenten gehen, verlassen Inhalte die eigene Infrastruktur. Für Entwicklung heißt das lokale Umgebungen mit Fake Daten. Für echte Bestände braucht es eine bewusst geplante self hosted Architektur und eine geprüfte Compliance Bewertung.
Und der ehrliche Blick auf den Bedarf: Die meisten Teams brauchen A2A heute noch nicht. Wer alle Agenten selbst betreibt, kommt mit den Bordmitteln des eigenen Frameworks weiter. Interessant wird der Standard, sobald Systeme über Abteilungs oder Firmengrenzen zusammenarbeiten sollen.
An open protocol enabling communication and interoperability between opaque agentic applications.
NCA Erfahrung mit Protokollen für KI Agenten
Never Code Alone begleitet Teams bei der Einordnung neuer Standards im KI Umfeld. Beim Model Context Protocol haben wir früh gezeigt, wie eigene Systeme für Agenten erreichbar werden, etwa mit dem GitHub MCP Server oder der GitLab CLI als MCP Server. Bei A2A gilt derselbe Ansatz: erst der Bedarf, dann der Standard.
Unsere Bewertungskriterien bleiben gleich: Läuft es selbst gehostet und DSGVO konform. Fügt es sich in bestehende Infrastruktur ein. Ist es langfristig wartbar durch klare Lizenz und aktive Entwicklung. A2A erfüllt alle drei, die offene Frage ist der tatsächliche Nutzen im jeweiligen Aufbau.
Wer koppeln will, fängt klein an: ein entfernter Agent, eine klar umrissene Aufgabe, enge Rechte und volle Protokollierung. Beim Zuschnitt, bei den Guardrails und bei der Absicherung mit Tests begleiten wir von Anfang an.
NCA Vibe Coding Consulting
Roland Golla ist Entwickler aus Leidenschaft – seit über 20 Jahren. Er hat hunderte Projekte begleitet, von Legacy-Refactoring bis KI-Integration. Bei Vibe Coding verbindet er das Beste aus beiden Welten: Die Geschwindigkeit von KI-generiertem Code mit der Qualität professioneller Softwareentwicklung. Kein Bullshit, keine Agentur-Floskeln – direkte Hilfe von jemandem, der selbst täglich im Code steckt.
Häufige Fragen zum A2A Protokoll
Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Agent to Agent: Aufbau, Agent Cards, Abgrenzung zu MCP, Sicherheit und die Frage, wann sich der Einsatz überhaupt lohnt.
Was ist das A2A Protokoll 2026?
A2A steht für Agent to Agent und ist ein offener Standard für die Kommunikation zwischen KI Agenten verschiedener Hersteller und Frameworks. Agenten finden sich über Agent Cards, übergeben Aufgaben und stimmen sich ab, ohne Memory, Tools oder eigene Logik offenzulegen. Seit 2026 ist Version 1.0 stabil.
Wer steuert A2A 2026?
Google hat A2A im April 2025 vorgestellt und die Spezifikation im Juni 2025 an die Linux Foundation übergeben. Seitdem liegt die Steuerung bei einem herstellerneutralen Projekt mit Beteiligung unter anderem von AWS, Cisco, Microsoft, Salesforce, SAP und ServiceNow. Spezifikation und SDKs stehen unter Apache 2.0.
Was ist der Unterschied zwischen A2A und MCP 2026?
MCP verbindet einen Agenten mit seinen Werkzeugen und Daten, A2A verbindet Agenten miteinander. Das eine läuft senkrecht nach unten, das andere waagerecht zwischen gleichrangigen Systemen. Beides schließt sich nicht aus: A2A verteilt eine Aufgabe an den passenden Spezialisten, MCP versorgt diesen Spezialisten mit Kontext und Tools.
Welche Sprachen unterstützt A2A 2026?
Offizielle SDKs gibt es für Python, JavaScript, Java, Go und .NET. Der Austausch läuft über JSON-RPC 2.0, alternativ über gRPC oder HTTP mit JSON. Für lange Läufe stehen Server Sent Events und Push Benachrichtigungen per Webhook bereit.
Unterstützt Hermes Agent 2026 das A2A Protokoll?
Ja. Seit dem Herald Release vom 3. August 2026 liefert Hermes Agent ein A2A Plugin mit. Der selbst gehostete Agent findet damit andere kompatible Agenten, spricht mit ihnen und lässt sich von ihnen steuern. Damit fällt der Zwang weg, eigene Brücken zwischen Frameworks zu bauen.
Was steht in einer Agent Card?
Die Agent Card ist eine JSON Datei unter einem festen Pfad. Sie beschreibt die Fähigkeiten des Agenten, die unterstützten Datenformate, die verfügbaren Transporte und die Authentifizierung. Wer einen fremden Agenten einbinden will, liest zuerst diese Karte. Seit 2026 lassen sich Agent Cards signieren.
Wie läuft eine Aufgabe über A2A ab?
Der Kern ist der Task mit acht Zuständen: eingereicht, in Arbeit, Eingabe nötig, Freigabe nötig, abgeschlossen, fehlgeschlagen, abgebrochen und abgelehnt. Der Fortschritt bleibt über Verbindungsabbrüche hinweg abrufbar. Eingabe nötig und Freigabe nötig sind geplante Haltepunkte, keine Fehler.
Ist A2A sicher genug für Unternehmen?
Das Protokoll bringt Authentifizierung und Autorisierung mit, regelt aber nur den Transport. Verantwortung, Abnahme und Regeldurchsetzung über Organisationsgrenzen hinweg deckt es nicht ab. Wer koppelt, schneidet Rechte eng zu, akzeptiert im Zweifel nur signierte Agent Cards und protokolliert jeden Aufruf.
Was bedeutet A2A für den Datenschutz?
Sobald Aufgaben an fremde Agenten gehen, verlassen Inhalte die eigene Infrastruktur. Für Entwicklung gilt deshalb: lokale Umgebungen mit Fake Daten statt echter Bestände. Echte Daten brauchen eine bewusst geplante self hosted Architektur und eine geprüfte Compliance Bewertung vorab.
Gibt es ein zentrales Verzeichnis für A2A Agenten?
Im Standard bislang nicht. Entdeckung läuft über die Agent Card an einer bekannten Adresse. Wer viele Agenten koppelt, baut die Registrierung selbst oder pflegt eine Liste. Das ist eine der offenen Baustellen, an denen Teams in der Praxis Arbeit haben.
Welche Frameworks lassen sich als A2A Server veröffentlichen?
Agenten aus LangGraph, CrewAI, Google ADK und weiteren Frameworks lassen sich als A2A Server bereitstellen. Auf Plattformseite gibt es Unterstützung unter anderem in Microsoft Copilot Studio, Azure AI Foundry und Amazon Bedrock AgentCore. Für Open Source Anwender ist Hermes Agent der direkteste Weg.
Wann lohnt sich A2A für ein Team?
Sobald Agenten über Abteilungs oder Firmengrenzen zusammenarbeiten sollen. Wer alle Agenten selbst betreibt und im gleichen Framework bleibt, kommt mit den Bordmitteln weiter und spart sich eine Schicht, die jemand betreiben muss. Der Standard löst ein Integrationsproblem, kein Orchestrierungsproblem.
Microsofts Open-Source-Framework für Multi-Agent-Systeme – autonome KI-Agenten, die miteinander kommunizieren und komplexe Aufgaben lösen.
Open-Source KI-Assistent mit 60.000+ GitHub Stars, der über WhatsApp, Telegram und andere Messaging-Apps gesteuert wird.