Eliminierung technischer Schulden mit PHPStan, Rector PHP und PHPUnit. Über 20 Jahre Praxiserfahrung in skalierbaren Backends.
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- Roland Golla
Was ist Spec Driven Development?
Spec Driven Development (SDD) ist ein Ansatz, bei dem eine strukturierte Spezifikation vor dem Code entsteht und die Entwicklung steuert. Die Spec beschreibt, was ein System tun soll, mit Anforderungen, Randfällen und Akzeptanzkriterien, bevor ein KI Agent eine Zeile schreibt.
Aus der Spec entstehen ein technischer Plan und kleine, prüfbare Aufgaben. Erst dann setzt der Agent um. Ändern sich Anforderungen, ändert man zuerst die Spec. Der Code folgt.
Die Idee ist alt. Tests als lebende Spezifikation, BDD und Contract First kennen das Prinzip seit Jahren. Neu ist der Druck durch KI Coding Agents. Ohne Spec raten sie, was gemeint ist. Mit Spec bauen sie gegen einen klaren Auftrag, und ein Mensch kann den Plan prüfen, bevor Code entsteht.
Spec Driven Development mit NCA und schnelle Hilfe vom Experten
Wir arbeiten jeden Tag mit KI Agents im Terminal. Dabei nutzen wir OpenSpec zusammen mit OpenCode. Jede Spec bekommt prüfbare Kriterien, die in unseren Pipelines mit PHPUnit, PHPStan und Cypress laufen. Roland Golla bringt dazu über 20 Jahre Erfahrung mit Testing und Refactoring mit.
Im Vibe Coding Consulting richten wir den Spec Workflow im Team ein. Die NCA Agentic AI Coding Guardrails sichern bestehende Projekte ab. Quality Gates für KI Code prüfen, ob der Agent die Spec erfüllt. Im NCA KI Workshop für Developer lernt das Team den Ablauf hands on, und ein Codebase Audit für KI generierten Code zeigt, wo Specs fehlen.
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Warum Vibe Coding ohne Spec an Grenzen stößt
Beim klassischen Vibe Coding lebt der Auftrag im Chat. Ein Prompt, eine Antwort, ein neuer Prompt. Für einen Prototyp reicht das. Im Team und in Production kippt es schnell.
Typische Muster ohne Spec:
- Der Agent rät. Er füllt Lücken mit Annahmen, die niemand geprüft hat.
- Kontext verschwindet. Nach einer langen Session weiß der Agent nicht mehr, was am Anfang galt. Mehr dazu unter Context Window Management.
- Blindes Iterieren. Fehler werden weggepromptet, bis der Code läuft, aber keiner weiß warum. Das beschreiben wir unter Blindes Iterieren und Code Chaos.
- Kein Review vor dem Code. Der Mensch sieht erst das Ergebnis, nie den Plan.
Die Spec holt den Plan nach vorne. Sie bleibt im Repository, sie ist versioniert, und jeder im Team kann sie lesen. Der Agent arbeitet gegen ein Dokument statt gegen einen Chatverlauf.
Agentic Coding im Team, nicht nur im Glossar
Ein Tag inhouse mit Benjamin Klein für Developer, Tester und Admins. Context Engineering, Harness, ADRs und zwei Hands on Blöcke mit KI Agenten in eurem Setup.
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1Kostenloses VorgesprächStand, Rollen und Ziele klären
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2Workshoptag bei euchPraxis am Vormittag, Hands on danach
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3Praxistag optionalAgenten im eigenen Projekt
So läuft ein Spec Driven Workflow ab
Die Tools benennen die Schritte unterschiedlich. Der Kern ist fast immer gleich:
- Spezifizieren. Was soll das Feature tun, für wen, mit welchen Randfällen? Am Ende stehen prüfbare Akzeptanzkriterien.
- Planen. Der Agent leitet einen technischen Plan ab. Stack, Schnittstellen, betroffene Dateien.
- Aufgaben schneiden. Der Plan zerfällt in kleine Tasks, die einzeln umsetzbar und testbar sind.
- Umsetzen. Der Agent arbeitet die Tasks ab. Tests und statische Analyse laufen mit.
- Abgleichen. Die fertige Änderung fließt zurück in die Spec. So bleibt sie wahr.
Der wichtigste Moment liegt zwischen Schritt zwei und vier. Hier prüft ein Mensch den Plan. Ein Fehler in der Spec kostet Minuten. Derselbe Fehler im fertigen Code kostet Stunden.
Gute Vorarbeit für Schritt eins ist Example Mapping. Regeln, Beispiele und offene Fragen landen auf Karten, bevor sie in die Spec wandern. Dauerhafte Projektregeln gehören dagegen in rules.md und AGENTS.md.
Die vier Stufen von Spec Driven Development
Spec Driven Development ist kein Schalter. Teams bewegen sich auf einer Skala, je nachdem wie ernst sie die Spec nehmen. Die Unterscheidung in Spec First, Spec Anchored und Spec as Source hat sich in der Fachdiskussion durchgesetzt. Davor steht reines Vibe Coding ohne Spec. Die Tabelle ordnet typische Tools den Stufen zu.
Spec Driven Development Stufen im Überblick
Die wichtigsten Spec Driven Frameworks im Vergleich
OpenSpec ist ein schlanker Open Source Ansatz von Fission AI. Änderungen laufen als Proposal, werden umgesetzt und danach archiviert. Delta Specs zeigen genau, was sich ändert. OpenSpec ist für bestehende Projekte gedacht und passt damit gut zu Brownfield Code. Details stehen in unserem Glossar zu OpenSpec.
GitHub Spec Kit bringt eine CLI, Vorlagen und Slash Commands für viele Agents mit. Eine eigene constitution.md legt Projektprinzipien fest, die immer gelten. Der Ablauf geht von der Spec über den Plan zu Tasks. Spec Kit ist umfangreicher und erzeugt längere Specs. Das Repository auf GitHub ist MIT lizenziert.
Kiro ist eine Entwicklungsumgebung von Amazon. Sie führt durch drei Phasen: Anforderungen, Design und Aufgaben. Kiro ist geeignet für Teams, die den Spec Ablauf direkt in der IDE haben wollen. Tessl geht am weitesten. Dort ist die Spec das gepflegte Artefakt und der Code wird daraus erzeugt.
Dazu kommen Frameworks, die Spec Gedanken mit Agenten Rollen verbinden. Die BMAD Method arbeitet mit spezialisierten Agents von der Analyse bis zur Umsetzung. Sie hat Stärken bei großen Vorhaben, ist aber schwerer als direktes Arbeiten. Das GSD Framework setzt Spec Driven Development mit Sub Agents in Claude Code um.
Was in eine gute Spec gehört
Eine gute Spec ist kurz. Sie beschreibt Verhalten, nicht Implementierung. Jede Anforderung ist prüfbar. Wer nach dem Lesen keinen Test schreiben kann, hat eine zu vage Spec.
- Ziel: Welches Problem löst das Feature?
- Anforderungen: Klare Sätze mit SHALL oder MUST.
- Szenarien: Given, When, Then für Normalfall und Randfälle.
- Grenzen: Was ausdrücklich nicht dazugehört.
So sieht eine kleine Anforderung im OpenSpec Stil aus. Wir schreiben Specs auf Englisch, weil Schlüsselwörter und Validierung darauf ausgelegt sind:
## ADDED Requirements
### Requirement: Newsletter double opt-in
The system SHALL send a confirmation mail before a subscription becomes active.
#### Scenario: Unconfirmed subscription
- GIVEN a visitor submits a valid mail address
- WHEN the confirmation link was not clicked
- THEN the address MUST NOT receive any newsletter
Aus dem Szenario wird direkt ein Testfall. Genau dieser Weg macht Specs belastbar. Mehr zu prüfbaren Verträgen für Agents steht unter Schema Based AI Coding.
Spec und Tests gehören zusammen
Eine Spec allein garantiert nichts. Der Agent kann sie lesen und trotzdem daneben liegen. Erst automatische Prüfungen machen aus der Spec einen Vertrag.
Deshalb koppeln wir jede Anforderung an einen Check. Unit Tests mit PHPUnit oder pytest, statische Analyse mit PHPStan, End to End Tests mit Cypress. Diese Checks laufen in den Vibe Coding CI/CD Pipelines bei jedem Commit. Agentische Akzeptanztests gehen noch einen Schritt weiter und prüfen das Ergebnis direkt gegen die Anforderungen.
Langfristig werden die Tests selbst zur verlässlichsten Spec. Sie veralten nicht, weil sie sonst rot werden. Diesen Gedanken vertiefen wir bei Tests als lebende Spezifikation.
Wann sich Spec Driven Development nicht lohnt
Spec Driven Development hat Kosten. Manche Tools erzeugen lange Specs, die kaum jemand vollständig prüft. Dann entsteht Papier statt Klarheit. Auch Fachleute wie Thoughtworks sehen die aktuellen Workflows als aufwendig und je nach Aufgabe sehr unterschiedlich.
Faustregeln aus der Praxis:
- Kleiner Bugfix: Keine eigene Spec. Ein klarer Prompt und ein Test reichen.
- Prototyp zum Ausprobieren: Vibe Coding ist hier völlig in Ordnung.
- Neues Feature im Team: Kurze Spec lohnt sich fast immer.
- Größerer Umbau: Spec plus Plan plus Review vor dem ersten Commit.
Wichtiger als das Tool ist die Gewohnheit. Erst denken, dann prompten. Wer das verinnerlicht, ist schon nah an Exact Coding, auch ohne Framework.
Spec-Driven Development, or SDD, is not about writing exhaustive, dry requirements documents that nobody reads.
OpenSpec 2026 erklärt: Spec Driven Development mit Proposal, Delta Specs und OPSX Workflow, neue Releases bis 1.13 und Einsatz mit OpenCode aus NCA Praxis
Mehr erfahrenSpec Driven Development in unserer Praxis
Bei uns beginnt jede größere Änderung mit einem OpenSpec Proposal. OpenCode liest die Spec, schlägt Tasks vor, und wir prüfen den Plan, bevor der erste Commit entsteht. Das Review des Plans spart mehr Zeit als jedes schnellere Modell.
Jede Aufgabe bekommt ein Prüfkriterium, das automatisch läuft. Für die Modelle nutzen wir Open Weight Modelle, lokal über Ollama oder aus der Cloud. Was dabei zählt, zeigen unsere Seiten zu Vibe Coding Modellen und Code Qualität mit KI Agenten.
Wir helfen Teams, Spec Driven Development passend einzuordnen. Mal reicht OpenSpec, mal lohnt ein Blick auf Spec Kit oder BMAD, mal genügt eine saubere Agentic Coding Routine mit klaren Regeln. Dazu kommen automatisierte KI Code Reviews und weiteres Praxiswissen in den Vibe Coding Best Practices.
Roland Golla ist Entwickler aus Leidenschaft – seit über 20 Jahren. Er hat hunderte Projekte begleitet, von Legacy-Refactoring bis KI-Integration. Bei Vibe Coding verbindet er das Beste aus beiden Welten: Die Geschwindigkeit von KI-generiertem Code mit der Qualität professioneller Softwareentwicklung. Kein Bullshit, keine Agentur-Floskeln – direkte Hilfe von jemandem, der selbst täglich im Code steckt.
Häufige Fragen zu Spec Driven Development
Die wichtigsten Antworten rund um Spec Driven Development, Tools und den Einstieg im Team.
Spec Driven Development ist ein Ansatz, bei dem eine strukturierte Spezifikation vor dem Code entsteht. Sie beschreibt Verhalten, Randfälle und Akzeptanzkriterien. Daraus leitet ein KI Agent Plan und Aufgaben ab und setzt sie um. 2026 ist SDD vor allem eine Antwort auf Vibe Coding, bei dem der Auftrag nur im Chat lebt und der Agent Lücken mit Annahmen füllt.
Bekannte Tools sind OpenSpec, GitHub Spec Kit, Kiro von Amazon und Tessl. Dazu kommen Frameworks wie die BMAD Method und GSD, die Spec Gedanken mit Agenten Rollen verbinden. Die Tools unterscheiden sich vor allem darin, wie lange die Spec lebt und wie schwer der Ablauf ist. Für bestehende Projekte ist OpenSpec ein leichter Einstieg.
Für Prototypen ist Vibe Coding schneller und völlig legitim. Sobald ein Team gemeinsam an produktivem Code arbeitet, zahlt sich eine Spec aus. Sie macht den Plan prüfbar, bevor Code entsteht, und bleibt versioniert im Repository. Viele Teams kombinieren beides: schnell ausprobieren mit Vibe Coding, dann das Feature sauber mit Spec umsetzen.
Üblich ist die Unterscheidung in Spec First, Spec Anchored und Spec as Source. Bei Spec First leitet die Spec nur den ersten Build. Bei Spec Anchored lebt sie mit dem Code weiter und wird bei Änderungen angepasst. Bei Spec as Source wird nur noch die Spec gepflegt und der Code daraus erzeugt. Davor steht reines Vibe Coding ohne Spec.
Die meisten Spec Frameworks sind agentenunabhängig, weil die Specs einfache Markdown Dateien sind. OpenSpec und GitHub Spec Kit arbeiten mit vielen Agents zusammen, etwa OpenCode, Claude Code, Codex oder GitHub Copilot. Wir nutzen OpenSpec mit OpenCode und Open Weight Modellen. Entscheidend ist weniger der Agent als die Disziplin, den Plan vor der Umsetzung zu prüfen.
OpenSpec ist schlank und auf bestehende Projekte ausgelegt. Änderungen laufen als Proposal mit Delta Specs und werden nach der Umsetzung archiviert. GitHub Spec Kit ist umfangreicher, bringt eine CLI, Vorlagen und eine constitution.md für feste Projektprinzipien mit und erzeugt längere Specs. Spec Kit passt gut zu neuen Projekten, OpenSpec zu gewachsenem Code.
So kurz wie möglich, so genau wie nötig. Eine gute Spec beschreibt Ziel, Anforderungen, Szenarien und Grenzen eines Features. Lange Dokumente, die niemand vollständig liest, schaden mehr als sie nützen. Ein guter Test: Kann ein Entwickler nach dem Lesen direkt Testfälle schreiben? Dann ist die Spec konkret genug. Wenn nicht, fehlen Szenarien.
Viele Frameworks nutzen Schlüsselwörter wie SHALL und MUST und validieren Specs gegen dieses Format. Englische Specs passen dazu am besten und sind für KI Modelle eindeutig. Auch Teams, die deutsch sprechen, fahren damit gut. Wir schreiben unsere OpenSpec Dokumente deshalb auf Englisch, die Kommunikation im Team bleibt trotzdem deutsch.
Nein. Eine Spec beschreibt, was passieren soll. Tests prüfen, ob es passiert. Erst beide zusammen machen aus der Spec einen belastbaren Vertrag. Jedes Szenario in der Spec sollte einen passenden Unit Test, Integrationstest oder Cypress Test bekommen, der in der CI/CD Pipeline bei jedem Commit läuft. Langfristig werden die Tests selbst zur lebenden Spezifikation.
Für kleine Bugfixes meistens nicht. Ein klarer Prompt und ein passender Test reichen dort aus. Spec Driven Development spielt seine Stärken bei neuen Features, größeren Umbauten und Arbeit im Team aus. Wer jeden Einzeiler spezifiziert, erzeugt Papier statt Klarheit. Gute Teams entscheiden pro Aufgabe, wie viel Spec nötig ist.
Ja, mit dem richtigen Werkzeug. OpenSpec ist ausdrücklich für bestehende Codebasen gedacht und beschreibt Änderungen als Delta statt eine komplette Spec vorauszusetzen. Wichtig ist die Reihenfolge: Zuerst Quality Gates wie statische Analyse und Tests einziehen, dann Änderungen über Specs steuern. So bleibt nachvollziehbar, was der Agent anfasst und warum.
Am besten mit einem echten Feature statt mit einer Theorie Runde. Das Team schreibt eine kurze Spec, lässt den Agent einen Plan erstellen und prüft ihn gemeinsam. Danach folgen Umsetzung und automatische Checks. Nach zwei oder drei Durchläufen zeigt sich, welches Framework passt. Wir begleiten Teams dabei im Consulting und im KI Workshop für Developer.