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Aktualisiert:
Autor:
Roland Golla
Grüner KI Agent ratlos vor Kaffeemaschine voller Notizen und Prozesswissen

Was ist Context Engineering?

Context Engineering heißt, der KI alles mitzugeben, was sie für eine Aufgabe braucht. Dazu gehören Regeln, Beispiele, Werkzeuge und das Wissen, wie euer Betrieb arbeitet.

Der Prompt ist dabei nur ein kleiner Teil. Entscheidend ist, was die KI sonst noch sieht. Weiß sie nicht, wie ihr arbeitet, rät sie. Das Ergebnis sieht fertig aus und passt trotzdem nicht.

Im Unternehmen zählt vor allem das Wissen, das in keiner Software steht. Wie läuft ein Ablauf wirklich? Welcher Kunde hat eine Sonderregel? Wer kümmert sich um welches Tool? Das schreibt ihr in kurze Markdown Dateien, und die wachsen mit jeder Aufgabe.

Inhalt
NCA KI Workshop für Unternehmen

KI gemeinsam im Team verankern

Der NCA KI Workshop gibt eurem Team einen gemeinsamen Rahmen für KI. Workshoptag inhouse, optional mit Praxistag, als Variante für Developer oder alle Abteilungen.

  1. 1
    Kostenloses Vorgespräch
    Ziele und Teilnehmer klären
  2. 2
    Variante wählen
    Developer oder alle Abteilungen
  3. 3
    Workshoptag bei euch
    Ein Tag inhouse, danach bleibt ein Rahmen
Roland Golla
Roland Golla
Fullstack Developer
Workshop Varianten ansehen arrow_forward

Context Engineering mit NCA, schnelle Hilfe vom Experten

NCA arbeitet jeden Tag mit Agenten, die ihren Kontext aus Markdown Dateien holen. Unser Content Marketing läuft über Regeln, Skills und einen eigenen MCP Server für Sulu. Im Code arbeiten wir mit OpenCode, Rules Dateien und Quality Gates aus PHPStan, PHPUnit und Cypress. Was in diesen Dateien fehlt, sehen wir sofort am Ergebnis.

Für Unternehmen verbinden wir das mit NCA KI Agenten, der NCA MCP Middleware für Unternehmensdaten, den NCA Agentic AI Coding Guardrails und unserem Vibe Coding Consulting. Wie Regeln im Repository aussehen, zeigt der Beitrag zu rules.md und AGENTS.md. Den Einstieg für das ganze Team bietet der NCA KI Workshop für alle Abteilungen.

Warum die KI ohne Kontext oberflächlich bleibt

Jeder Agent startet wie ein neuer Kollege am ersten Tag. Er kennt die Werkzeuge, aber nicht euren Laden. Er weiß nicht, warum eine Rechnung anders gebucht wird, welcher Kunde eine Sonderregel hat oder wer bei einem Tool den Zugang hat.

Lässt man so einen Agenten lange allein laufen, kommt etwas Typisches heraus. Das Ergebnis ist schnell da und sieht sauber aus. Beim genauen Lesen fehlen genau die Details, auf die es ankommt. Das Prüfen dauert dann so lange wie die Arbeit selbst.

Am Modell liegt das selten. Ein stärkeres Modell macht weniger handwerkliche Fehler, eure Regeln kennt es trotzdem nicht. Warum KI bei ähnlichen Aufgaben mal glänzt und mal danebenliegt, steht bei der Jagged Frontier. Wie der Kontext im Lauf einer Session leidet, zeigt das Context Window Management.

Was die KI über euren Betrieb wissen muss

Guter Kontext ist kurz und konkret. Diese sechs Punkte decken fast jeden Ablauf ab:

  • Abläufe: die Schritte in der Reihenfolge, in der ihr sie wirklich macht.
  • Sonderfälle: Ausnahmen, die jeder im Team kennt und niemand aufgeschrieben hat.
  • Gründe: warum ihr etwas so macht. Ohne Grund hält der Agent eine Regel für optional.
  • Zuständigkeiten: wer entscheidet, wer prüft und wer welchen Zugang verwaltet.
  • Grenzen: was der Agent nie tun darf, etwa Daten löschen oder Mails verschicken.
  • Begriffe: eure internen Namen für Kunden, Produkte und Systeme.

Passwörter und Zugangsdaten gehören nie in diese Dateien. Dort steht nur, wo ein Zugang liegt und wer ihn verwaltet. Den Zugriff selbst regelt eine Schnittstelle mit klaren Rechten, etwa über MCP RBAC.

So wächst der Kontext im Alltag

Niemand muss den ganzen Betrieb an einem Wochenende aufschreiben. Große Doku Projekte sind meist veraltet, bevor sie fertig sind. Besser ist ein kleiner, fester Takt:

  1. Eine echte Aufgabe mit dem Agenten erledigen.
  2. Notieren, was ihr dabei erklären musstet.
  3. Diese Erklärung als kurze Datei ablegen.
  4. Beim nächsten Mal prüfen, ob der Agent sie nutzt.
  5. Lücken ergänzen und Veraltetes löschen.

So wächst der Kontext genau dort, wo er gebraucht wird. Mit jeder Runde müsst ihr weniger erklären, und die Ergebnisse passen besser zu euch.

Ein Trick hilft dabei besonders: Lasst den Agenten eure alten Chats lesen und fragt, wo eure Anweisungen unklar oder widersprüchlich waren. Die Antworten wandern wieder in die Dateien. Wie ein LLM so eine Wissensbasis aus Markdown selbst pflegt, zeigt das Muster aus dem Karpathy LLM Wiki.

Vom Chat zum Agenten in vier Kontext Levels

Wie viel ein Agent leisten kann, hängt davon ab, wo euer Wissen liegt. Die vier Levels zeigen den Weg von der einzelnen Frage im Chat bis zum Agenten, der einen Ablauf mit Prüfstationen erledigt. Tabelle und Grafik zeigen denselben Inhalt.

Level Wo das Wissen liegt Was die KI damit kann
Level 1 Chat Im Kopf, bei jeder Frage neu erklärt Einzelne Fragen beantworten
Level 2 Vorlagen In Prompt Sammlungen und Projekten Wiederkehrende Aufgaben in festem Rahmen erledigen
Level 3 Wissen In Markdown Dateien, Rules und Skills Aufgaben im Kontext eures Betriebs lösen
Level 4 Agenten In Dateien plus Schnittstellen über MCP Abläufe mit Prüfstationen und Freigaben erledigen
Aufsteigendes Säulendiagramm der vier Kontext Levels Chat, Vorlagen, Wissen und Agenten. Inhalt steht textuell in der Tabelle darüber.

Welches Format für welchen Kontext passt

Markdown ist die gemeinsame Basis. Je nach Zweck gibt es aber verschiedene Orte und Formate. Die Übersicht hilft bei der Einordnung.

Format Geeignet für Mehr dazu
AGENTS.md und Rules Dateien Regeln für Coding Agenten im Repository <a href="/de/vibe-coding/vibe-coding-best-practices/rules-md-agents-md-ki-coding-regeln-strukturieren-2026">rules.md und AGENTS.md</a>
SKILL.md Wiederholbare Vorgehensweisen, die ein Agent bei Bedarf lädt <a href="/de/glossare/ki-tools-2026/skill-md-format-aufbau-agent-skills-2026">SKILL.md Format</a>
Markdown Wissensbasis Wissen über Betrieb, Kunden und Werkzeuge <a href="/de/glossare/ki-tools-2026/obsidian">Obsidian</a>
MCP Server Live Daten aus euren Systemen mit klaren Rechten <a href="/de/vibe-coding/vibe-coding-consulting/nca-mcp-middleware-unternehmensdaten">NCA MCP Middleware</a>

Wo guter Kontext allein nicht reicht

Guter Kontext macht Agenten besser. Sicher macht er sie noch nicht. Dafür braucht es Prüfungen, die unabhängig vom Agenten laufen:

Tempo ist dabei kein Ziel. Ein Agent, der über Nacht durchläuft, spart nur dann Zeit, wenn sein Ergebnis die Prüfung besteht. Tests haben noch einen Vorteil: Ihr könnt das Modell wechseln, ohne alles neu zu prüfen, weil die Tests die Qualität unabhängig vom Modell messen. Wie Tests dabei zur Spezifikation werden, zeigt die lebende Spezifikation.

I really like the term “context engineering” over prompt engineering.

Tobi Lütke, CEO Shopify – Post auf X

Context Engineering bei NCA in der Praxis

Auch diese Seite ist so entstanden. Unsere Content Produktion läuft über Regeln, die über Monate gewachsen sind: Schreibstil, Bildregeln, Seitenaufbau und Freigaben. Jede Korrektur landet als Regel in einer Datei. Danach macht der Agent denselben Fehler nicht noch einmal.

Im Code gilt dasselbe. OpenCode liest die Rules Dateien eines Projekts, Skills bündeln wiederkehrende Abläufe, und Daten kommen über eigene MCP Server. Wie das für ein Team aussieht, zeigen die NCA PHP AI Coding Guidelines und die NCA Python AI Coding Guidelines. Wie Dokumente für Coding Agenten ineinandergreifen, beschreibt die Dokumentenkette aus ADR, PRD und BDD.

Wo euer Unternehmen insgesamt steht, klärt die AI Readiness. Den Rahmen für die Führung liefert die KI Strategie, und wie die Menschen im Team mitkommen, zeigt die Human Readiness.

CYPRESS.IO Ambassador und IT Consultant für QA Engenieering und Qualität in PHP Projekten.
NCA Vibe Coding Consulting

Roland Golla ist Entwickler aus Leidenschaft – seit über 20 Jahren. Er hat hunderte Projekte begleitet, von Legacy-Refactoring bis KI-Integration. Bei Vibe Coding verbindet er das Beste aus beiden Welten: Die Geschwindigkeit von KI-generiertem Code mit der Qualität professioneller Softwareentwicklung. Kein Bullshit, keine Agentur-Floskeln – direkte Hilfe von jemandem, der selbst täglich im Code steckt.

Häufige Fragen zu Context Engineering

Die wichtigsten Antworten dazu, wie die KI den Kontext bekommt, den sie für eure Arbeit braucht.

Was ist Context Engineering 2026?

Context Engineering heißt, der KI alles mitzugeben, was sie für eine Aufgabe braucht: Regeln, Beispiele, Werkzeuge und Wissen über euren Betrieb. Der Prompt ist nur ein Teil davon. Im Unternehmen sind das meist kurze Markdown Dateien, die dort liegen, wo der Agent arbeitet. Sie wachsen mit jeder Aufgabe, und die KI muss weniger raten.

Was ist der Unterschied zwischen Prompt Engineering und Context Engineering 2026?

Beim Prompt Engineering feilt ihr an einer einzelnen Anweisung. Beim Context Engineering geht es um alles, was die KI bei einer Aufgabe sieht: Regeln, Dateien, Werkzeuge, Verlauf und Daten aus euren Systemen. Ein guter Prompt hilft einmal. Guter Kontext hilft bei jeder Aufgabe wieder, weil der Agent ihn selbst liest.

Warum liefert die KI 2026 oft oberflächliche Ergebnisse?

Meist fehlt der Kontext. Die KI kennt Werkzeuge und Sprache, aber nicht eure Regeln. Sie füllt die Lücken mit allgemeinem Wissen. Das Ergebnis sieht fertig aus und verfehlt trotzdem die Details. Abhilfe schaffen aufgeschriebenes Firmenwissen, klar beschriebene Aufgaben und Prüfungen wie Tests und eine menschliche Freigabe.

Wie gebe ich der KI 2026 Wissen über meine Firma?

Am einfachsten mit kurzen Markdown Dateien. Für Coding Agenten gibt es AGENTS.md und Rules Dateien, für wiederkehrende Abläufe Skills im SKILL.md Format. Daten, die sich oft ändern, holt der Agent besser über einen MCP Server mit klaren Rechten. So bekommt er live die richtigen Infos, ohne dass ihr sie ständig abschreibt.

Wer schreibt 2026 den Kontext im Unternehmen?

Die Leute, die die Arbeit machen. In der Buchhaltung ist das die Buchhaltung, im Vertrieb der Vertrieb. Sie kennen die Ausnahmen, die in keinem System stehen. Die Technik hilft beim Format und bei der Ablage. So können Fachabteilungen später selbst an ihren Werkzeugen mitbauen, ohne jede Anforderung erst an die IT zu geben.

Wie lange dauert es, guten Kontext aufzubauen?

Fertig wird man damit nie, und das ist auch gut so. Wer mit einer echten Aufgabe startet, merkt schon nach wenigen Runden, dass er weniger erklären muss. Wichtig ist ein fester Takt: Lücke bemerken, aufschreiben, beim nächsten Mal prüfen. Große Doku Projekte vorab sind meist veraltet, bevor sie fertig sind.

Dürfen Passwörter in die Kontext Dateien?

Nein. Zugangsdaten gehören nie in Dateien, die ein Agent liest. Dort steht nur, wo ein Zugang liegt und wer ihn verwaltet. Den eigentlichen Zugriff regelt eine Schnittstelle mit eingeschränkten Rechten, etwa ein MCP Server mit Rollen. So sieht der Agent nur das, was er für seine Aufgabe wirklich braucht.

Was hat Context Engineering mit dem Context Window zu tun?

Das Context Window ist der Platz, den ein Modell gleichzeitig im Blick hat. Er ist begrenzt. Context Engineering entscheidet, was hineinkommt und was draußen bleibt. Zu wenig Kontext lässt die KI raten, zu viel lenkt sie ab. Deshalb sind kurze, gezielte Dateien besser als ein riesiges Dokument mit allem.

Brauche ich Context Engineering, wenn das Modell besser wird?

Ja. Bessere Modelle machen weniger handwerkliche Fehler, eure Regeln kennen sie trotzdem nicht. Guter Kontext hat noch einen Vorteil: Er funktioniert auch mit dem nächsten Modell. Ein Wechsel wird damit einfacher, besonders wenn Tests die Qualität unabhängig vom Modell absichern und ihr nicht alles neu prüfen müsst.

Wie halte ich die Kontext Dateien aktuell?

So wie Code. Die Dateien liegen in Git, jede Änderung hat einen Grund und jemanden, der draufschaut. Veraltete Regeln werden gelöscht und nicht nur ergänzt. Hilfreich ist es, den Agenten regelmäßig zu fragen, welche Anweisungen ihm gefehlt haben oder sich widersprechen. Seine Antworten zeigen, wo ihr nachbessern müsst.

Hilft guter Kontext auch neuen Mitarbeitenden?

Ja, und das ist ein schöner Nebeneffekt. Was ein Agent versteht, versteht auch eine neue Kollegin. Die Dateien sind kurz, konkret und nah an der echten Arbeit. Die Einarbeitung geht dadurch schneller. Und das Wissen bleibt im Betrieb, wenn jemand das Team verlässt.

Wie hilft NCA beim Context Engineering?

Wir starten mit einer echten Aufgabe aus eurem Alltag und bauen die ersten Dateien zusammen mit eurem Team. Dazu kommen Rechte, Schnittstellen und Prüfungen, damit der Agent sicher arbeitet. Für den Einstieg gibt es den NCA KI Workshop, für die Umsetzung NCA KI Agenten. Abgerechnet wird transparent nach Minuten.