BFSG 2026 einfach erklärt: Welche Shops und Dienste betroffen sind, welche Ausnahmen gelten, wer kontrolliert und wie Cypress Tests die Umsetzung absichern.
Mehr erfahren
Ein Tag inhouse mit Roland Golla, offizieller Cypress Ambassador und seit über 20 Jahren in Testing und Refactoring zu Hause. Auf unserem YouTube Kanal zeigt er in über 70 Live Coding Tutorials, wie Cypress in echten Projekten läuft. Dazu kommt unser Open Source Plugin NCA TESTIFY: Basistests für jede Website, mit einer Zeile im CI/CD Setup. Im Workshop lernt euer Team Setup, stabile Selektoren, Custom Commands und Tests in der Pipeline.
describe('BFSG Compliance Basis', () => {
const pages = ['/', '/shop', '/warenkorb', '/kasse', '/barrierefreiheit'];
pages.forEach((page) => {
it(`${page} erfüllt WCAG 2.2 AA`, () => {
cy.visit(page);
cy.injectAxe();
cy.checkA11y(null, {
runOnly: { type: 'tag', values: ['wcag2a', 'wcag2aa', 'wcag21aa', 'wcag22aa'] },
});
});
});
it('hat eine erreichbare Barrierefreiheitserklärung', () => {
cy.visit('/');
cy.contains('a', 'Barrierefreiheit').should('have.attr', 'href');
});
});
Accessibility is essential for developers and organizations that want to create high-quality websites …
BFSG 2026 einfach erklärt: Welche Shops und Dienste betroffen sind, welche Ausnahmen gelten, wer kontrolliert und wie Cypress Tests die Umsetzung absichern.
Mehr erfahren
Wir sind hier, um Ihnen zu helfen. Gemeinsam meistern wir Ihre digitalen Herausforderungen und fördern die Inklusion im Internet. Lassen Sie uns Ihre Projekte mit barrierefreiem Webdesign erfolgreich machen.
Compliance ist die Einhaltung der gesetzlichen Pflichten zur Barrierefreiheit. In Deutschland sind das vor allem das BFSG für Unternehmen und die BITV 2.0 für öffentliche Stellen. Beide verweisen technisch auf die EN 301 549 und damit auf die WCAG auf Level AA. Dazu kommen Erklärung, Dokumentation und ein laufender Prüfprozess.
Das hängt von eurem Gegenüber ab. Wer an Verbraucher verkauft, fällt unter das BFSG. Öffentliche Stellen und Teams, die für sie bauen, folgen der BITV 2.0 oder der Landesverordnung. Wer Software an Behörden liefert, braucht einen Nachweis gegen die EN 301 549. Wer in die USA verkauft, muss zusätzlich den ADA beachten.
Das BFSG richtet sich an Unternehmen mit bestimmten Produkten und Dienstleistungen für Verbraucher. Die BITV 2.0 gilt für öffentliche Stellen des Bundes, die Länder haben eigene Verordnungen. Technisch zeigen beide auf die EN 301 549. Die BITV verlangt zusätzlich Inhalte in Leichter Sprache und Gebärdensprache sowie eine Erklärung mit Feedback Weg.
Einen dokumentierten Prüfstand, etwa ein Accessibility Audit oder einen Accessibility Conformance Report, die öffentliche Erklärung oder die Informationen zur Barrierefreiheit, eine begründete Dokumentation aller Ausnahmen und Belege für einen laufenden Prozess. Dazu gehören Testergebnisse aus der Pipeline und ein Plan für bekannte Mängel.
Für das BFSG ist die Marktüberwachungsstelle der Länder zuständig. Bei öffentlichen Stellen prüfen Überwachungsstellen von Bund und Ländern in Stichproben. Bei Lieferungen an Behörden oder Konzerne prüft der Einkauf selbst. Dazu kommen Beschwerden von Nutzern. Wer seine Nachweise griffbereit hat, kann in allen Fällen ruhig reagieren.
Konformität ist die technische Frage: Erfüllt die Seite die WCAG Erfolgskriterien auf Level AA? Compliance ist die rechtliche Frage: Gilt das Gesetz für mich, welche Norm ist maßgeblich, habe ich Erklärung, Feedback Weg und Dokumentation? Eine Seite kann WCAG konform sein und trotzdem nicht compliant, wenn die Erklärung fehlt.
Die Erklärung zur Barrierefreiheit kommt aus der BITV und betrifft öffentliche Stellen. Sie nennt den Stand, offene Mängel, einen Feedback Weg und die Schlichtungsstelle. Unternehmen unter dem BFSG stellen stattdessen Informationen bereit, wie ihre Dienstleistung die Anforderungen erfüllt. Beide Texte müssen verständlich, aktuell und selbst barrierefrei sein.
Das BFSG erlaubt in engen Grenzen eine Ausnahme, wenn die Umsetzung eine unverhältnismäßige Belastung wäre. Diese Bewertung muss begründet, dokumentiert und aufbewahrt werden, und die zuständige Stelle muss informiert werden. Eine Ausnahme ohne saubere Dokumentation hält einer Prüfung nicht stand. Im Zweifel lohnt sich eine juristische Einschätzung.
Nein. Ein Audit zeigt den Stand an einem Tag. Jedes Feature, jedes Redesign und jeder neue Inhalt kann Barrieren einführen. Compliance braucht automatisierte Tests in der Pipeline, regelmäßige manuelle Reviews und eine versionierte Dokumentation. Das Audit ist der Startpunkt, der Prozess hält den Stand.
Oft ja. Behörden und große Unternehmen fragen bei der Vergabe zunehmend nach Belegen gegen die EN 301 549. Ein Accessibility Conformance Report auf Basis eines echten Audits beantwortet diese Frage für jedes Kriterium. Wer ihn mit Tests im Repository verknüpft, hält ihn mit jedem Release aktuell, statt ihn jedes Jahr neu zu schreiben.
Die EN 301 549 verweist auf eine bestimmte Fassung der WCAG auf Level AA. Wer heute baut, sollte trotzdem die neueste Fassung zugrunde legen, weil sie alle älteren Kriterien enthält und weitere ergänzt, etwa zu Fokus Sichtbarkeit und Zielgrößen. Wer die neueste Fassung erfüllt, ist auf künftige Aktualisierungen der Norm vorbereitet.
Mit einer gemeinsamen technischen Basis. Fast alle Regelwerke laufen auf die WCAG auf Level AA hinaus. Wer diese Basis mit Tests absichert und den Prüfstand im Repository dokumentiert, muss für jedes weitere Regelwerk nur die Nachweise anpassen. So entsteht aus einem Audit eine Erklärung, ein ACR und ein Bericht für den Einkauf.