European Accessibility Act 2026: Wer betroffen ist, wie die EU Staaten durchsetzen, was EN 301 549 V4.1.1 mit WCAG 2.2 bedeutet. Im NCA Glossar.
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Konformität (Conformance) bedeutet, dass eine Website, App oder ein Dokument alle Anforderungen eines Standards vollständig erfüllt. In der digitalen Barrierefreiheit ist das fast immer eine Konformitätsstufe der WCAG, in der Praxis WCAG 2.2 Stufe AA.
Der Begriff ist strenger, als viele denken. Konform ist eine Seite nur, wenn sie jedes Erfolgskriterium der gewählten Stufe erfüllt. 95 Prozent reichen nicht. Ein Gericht in Frankreich hat 2026 in einem Verfahren zum European Accessibility Act genau das betont: Alle anwendbaren Kriterien müssen erfüllt sein.
Konformität ist damit die Brücke zwischen Technik und Recht. BFSG, European Accessibility Act und BITV verweisen auf Standards, und Konformität mit diesen Standards ist der Nachweis, dass die Pflichten erfüllt sind.
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Konformität ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Eine Seite, die heute alle Kriterien erfüllt, kann mit dem nächsten Release wieder durchfallen. Deshalb verbinden wir das einmalige Audit mit Prüfungen bei jedem Pull Request. Die rechtliche Bewertung überlassen wir Juristen, unser Teil ist die technische Umsetzung und der Nachweis im Code.
Wir begleiten den ganzen Weg: vom Accessibility Audit auf Basis einer repräsentativen Stichprobe über die Behebung im Code bis zum dokumentierten Stand. Für Einkauf und Ausschreibungen liefern wir die technische Grundlage für einen Accessibility Conformance Report, für die Barrierefreiheitserklärung den geprüften Stand nach WCAG 2.2. Dazu ordnen wir die Ergebnisse gegen das BFSG und die Anforderungen an Compliance in der Barrierefreiheit ein.
Die WCAG kennen drei Konformitätsstufen. Sie bauen aufeinander auf: Wer Stufe AA erfüllen will, muss auch alle Kriterien der Stufe A erfüllen.
Für die Praxis gilt 2026: WCAG 2.2 Stufe AA ist das Ziel. Sie enthält gegenüber WCAG 2.1 sechs neue Kriterien auf Stufe A und AA, etwa zur Zielgröße von Klickzielen und zum nicht verdeckten Fokus.
Konformität heißt nicht nur, einzelne Kriterien abzuhaken. Die WCAG stellen fünf übergreifende Anforderungen, die zusammen erfüllt sein müssen:
Punkt drei ist in der Praxis besonders wichtig. Ein barrierefreier Shop mit einem nicht barrierefreien Zahlungsschritt ist als Ganzes nicht konform.
Kaum ein Projekt ist auf Anhieb konform. Die vier Stufen helfen, den eigenen Stand ehrlich einzuordnen und den nächsten Schritt zu planen.
Gesetze wie das BFSG schreiben selten direkt WCAG vor. Sie verweisen auf harmonisierte Normen. Für digitale Angebote ist das die EN 301 549. Im September 2026 ist die Version 4.1.1 erschienen, die auf WCAG 2.2 Stufe A und AA verweist.
Sobald eine harmonisierte Norm im Amtsblatt der EU gelistet ist, gilt die sogenannte Konformitätsvermutung: Wer die Norm erfüllt, bei dem wird vermutet, dass er auch die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Das ist der praktische Wert von Konformität.
Wie Konformität dokumentiert wird:
WCAG conformance relates to a single page, not to an entire website.
European Accessibility Act 2026: Wer betroffen ist, wie die EU Staaten durchsetzen, was EN 301 549 V4.1.1 mit WCAG 2.2 bedeutet. Im NCA Glossar.
Mehr erfahrenDie ehrlichste Barrierefreiheitserklärung ist eine, die bekannte Mängel offen nennt und einen Plan zur Behebung hat. Eine Erklärung, die volle Konformität behauptet, ohne dass sie geprüft wurde, ist ein Risiko. Wir empfehlen deshalb den Weg über ein Audit, dokumentierte Mängel und automatisierte Tests, die den Fortschritt sichtbar machen.
Für das Audit arbeiten wir mit einer repräsentativen Stichprobe, prüfen automatisiert mit axe DevTools und Cypress und manuell mit Tastatur und Screenreader. Dabei kommen typische Kriterien wie Tastaturnavigation, Farbkontraste und Alternativtexte auf den Prüfstand.
Wer verstehen will, warum die Kriterien so aufgebaut sind, beginnt bei den vier POUR Prinzipien, aus denen sich alle Erfolgskriterien ableiten. Wer international verkauft, sollte außerdem den Americans with Disabilities Act kennen, und in Deutschland die Rolle der Marktüberwachungsstelle MLBF bei der Kontrolle.
Wir sind hier, um Ihnen zu helfen. Gemeinsam meistern wir Ihre digitalen Herausforderungen und fördern die Inklusion im Internet. Lassen Sie uns Ihre Projekte mit barrierefreiem Webdesign erfolgreich machen.
Stufen, Erklärungen, ACR und Prüfintervalle: Antworten rund um den Nachweis der Barrierefreiheit.
Konformität bedeutet, dass ein digitales Angebot alle Anforderungen eines Standards vollständig erfüllt. In der Barrierefreiheit ist das 2026 meist WCAG 2.2 Stufe AA. Teilweise Erfüllung reicht nicht: Konform ist eine Seite nur, wenn jedes Kriterium der gewählten Stufe erfüllt ist und die übrigen Konformitätsanforderungen eingehalten werden.
Für Websites und Apps ist in Europa praktisch WCAG 2.2 Stufe AA maßgeblich. Die harmonisierte Norm EN 301 549 verweist seit Version 4.1.1 auf diese Stufe. BFSG, European Accessibility Act und BITV stützen sich auf diese Norm. Stufe AAA wird von Gesetzen nicht gefordert.
Wenn eine harmonisierte Norm wie die EN 301 549 im Amtsblatt der EU gelistet ist, gilt: Wer die Norm erfüllt, bei dem wird vermutet, dass er die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Das erleichtert den Nachweis erheblich. Ohne Normerfüllung muss man auf anderem Weg zeigen, dass das Angebot barrierefrei ist.
Konformität beschreibt die technische Übereinstimmung mit einem Standard wie WCAG oder EN 301 549. Compliance ist weiter gefasst und meint die Einhaltung aller rechtlichen Pflichten, also auch Barrierefreiheitserklärung, Dokumentation und Prozesse. Konformität mit dem Standard ist ein zentraler Baustein der Compliance, aber nicht der einzige.
Für Dienstleistungen unter dem BFSG und für öffentliche Stellen unter der BITV ja. Die Erklärung beschreibt, wie das Angebot die Anforderungen erfüllt, nennt bekannte Einschränkungen und bietet einen Kontaktweg. Sie sollte ehrlich sein: Volle Konformität zu behaupten, ohne sie geprüft zu haben, ist ein Risiko.
Die WCAG erlauben eine Erklärung zur teilweisen Konformität, wenn eine Seite nur wegen Inhalten von Dritten nicht konform ist, die außerhalb der Kontrolle des Betreibers liegen. Die betroffenen Teile müssen dann klar benannt werden. Teilweise Konformität ist keine Konformität, sondern eine transparente Beschreibung der Lücke.
Nein, die WCAG beziehen Konformität auf einzelne Seiten und vollständige Prozesse. Eine Konformitätserklärung kann aber für eine Gruppe von Seiten gelten, wenn alle geprüft wurden oder eine repräsentative Stichprobe zuverlässig ist. In der Praxis werden die wichtigsten Seitentypen und Prozesse vollständig geprüft.
Ein ACR ist ein strukturierter Bericht, der für jedes Kriterium angibt, ob ein Produkt es erfüllt, teilweise erfüllt oder nicht erfüllt. Er basiert oft auf dem VPAT Formular und wird vor allem im Einkauf, bei Ausschreibungen und im B2B Umfeld verlangt. Er ersetzt kein Audit, sondern dokumentiert dessen Ergebnis.
Eine feste Frist gibt es für die meisten Unternehmen nicht. Sinnvoll ist ein vollständiges Audit nach größeren Änderungen und mindestens einmal im Jahr. Dazwischen sorgen automatisierte Tests in der CI Pipeline dafür, dass neue Fehler früh auffallen. Ohne solche Tests geht Konformität oft schon nach wenigen Releases verloren.
Nein. Automatische Tools wie axe oder Lighthouse finden nur einen Teil der möglichen Fehler. Viele Kriterien, etwa sinnvolle Alternativtexte, logische Reihenfolge oder verständliche Fehlermeldungen, lassen sich nur manuell beurteilen. Für den Nachweis braucht es immer eine Kombination aus automatisierten und manuellen Prüfungen.
In Deutschland kann die Marktüberwachungsstelle MLBF Maßnahmen anordnen und Bußgelder bis 100.000 Euro verhängen. Häufiger sind Abmahnungen durch Wettbewerber auf Basis des Wettbewerbsrechts. In anderen EU Ländern haben Verbände bereits Klagen gegen große Händler geführt. Dazu kommt das Risiko, Kunden zu verlieren.
Für Produkte wie Computer, Smartphones oder Terminals verlangt der European Accessibility Act eine Konformitätsbewertung durch den Hersteller. Er stellt eine EU Konformitätserklärung aus und bringt die CE Kennzeichnung an. Händler und Importeure müssen prüfen, dass diese Nachweise vorhanden sind, bevor sie Produkte anbieten.