OpenSpec 2026 erklärt: Spec Driven Development mit Proposal, Delta Specs und OPSX Workflow, neue Releases bis 1.13 und Einsatz mit OpenCode aus NCA Praxis
Mehr erfahren
Ein Tag inhouse mit Benjamin Klein für Developer, Tester und Admins. Context Engineering, Harness, ADRs und zwei Hands on Blöcke mit KI Agenten in eurem Setup.
It's fun and feels like magic. But getting it to production requires more.
OpenSpec 2026 erklärt: Spec Driven Development mit Proposal, Delta Specs und OPSX Workflow, neue Releases bis 1.13 und Einsatz mit OpenCode aus NCA Praxis
Mehr erfahren
Roland Golla ist Entwickler aus Leidenschaft – seit über 20 Jahren. Er hat hunderte Projekte begleitet, von Legacy-Refactoring bis KI-Integration. Bei Vibe Coding verbindet er das Beste aus beiden Welten: Die Geschwindigkeit von KI-generiertem Code mit der Qualität professioneller Softwareentwicklung. Kein Bullshit, keine Agentur-Floskeln – direkte Hilfe von jemandem, der selbst täglich im Code steckt.
Kiro ist die agentische IDE von AWS für Spec Driven Development. Sie schreibt aus einem Prompt zuerst Anforderungen, Design und Aufgabenliste als Markdown ins Repository und lässt Agenten die Aufgaben abarbeiten. Kiro basiert auf Code OSS, gibt es als IDE, CLI und Web Oberfläche und ist seit November 2025 allgemein verfügbar. Es ist der Nachfolger von Amazon Q Developer.
Der Free Plan enthält 50 Credits pro Monat mit offenen Modellen und Claude Sonnet. Pro kostet 20 USD mit 1.000 Credits, Pro+ 40 USD mit 2.000, Pro Max 100 USD mit 5.000 und Power 200 USD mit 10.000 Credits pro Nutzer und Monat. Zusätzliche Credits kosten 0,04 USD. Credits verbraucht die Agenten Arbeit, nicht das Tippen im Chat. Lange Spec Läufe sind entsprechend teuer.
Kiro läuft auf Claude Modellen von Anthropic über Amazon Bedrock, ergänzt um einige offene Modelle. Ein Auto Modus wählt das Modell je Aufgabe, manuelle Auswahl ist möglich. Eigene Modelle, lokale Modelle über Ollama oder europäische Inferenz Anbieter lassen sich nicht einbinden. Die Modellwahl liegt vollständig bei AWS. Das ist der wichtigste Unterschied zu offenen Agenten wie OpenCode.
Kiro verarbeitet Prompts, Specs und Code über Amazon Bedrock, also bei einem US Anbieter. Eine EU Region ändert nichts am Cloud Act und an FISA 702, weil Amazon ein US Unternehmen bleibt. Für Teams mit personenbezogenen Daten im Code, Berufsgeheimnis oder schützenswerter IP ist das ein Risiko. Wir empfehlen für diese Fälle EU Inferenz oder lokale Modelle mit einem offenen Agenten.
Spec Driven Development heißt: Erst Anforderungen, Design und Aufgaben als Dokumente, dann Code. Kiro erzeugt dafür requirements.md mit Akzeptanzkriterien in EARS Notation, design.md mit Architektur und Schnittstellen und tasks.md mit einer sequenzierten Aufgabenliste. Agenten arbeiten die Tasks ab, Property Based Testing prüft das Ergebnis gegen die Spec. Die Dokumente bleiben als lebende Dokumentation im Repository.
Wir teilen die Methode, nicht die Bindung. Inferenz läuft bei Kiro ausschließlich über Amazon Bedrock, die Modellwahl liegt bei AWS, und Specs, Steering und Hooks sind kein Alleinstellungsmerkmal. Wir setzen dieselbe Methode mit OpenSpec, AGENTS.md und Quality Gates in der Pipeline um. Der Agent ist OpenCode, das Modell frei wählbar aus der EU oder lokal. So bleibt Spec Driven Development ohne Cloud Abhängigkeit.
Agent Hooks sind ereignisgesteuerte Automationen. Beim Speichern, Erstellen oder Löschen einer Datei oder auf manuellen Auslöser läuft ein Agent im Hintergrund los und führt Tests aus, aktualisiert Dokumentation oder macht ein Review. So bleibt die Prüfung im Edit Loop, statt dass jemand daran denken muss. In einem offenen Stack übernehmen Git Hooks und die CI Pipeline dieselbe Rolle, deterministisch und ohne Credits.
Steering Dateien sind die Regelschicht von Kiro. Sie halten Konventionen, Stack Entscheidungen, Namensregeln und Verbote fest und gelten für jede Agenten Aktion über alle Specs hinweg. Sie sind versioniert und gescoped, seit 2026 auch global über Projektgrenzen. Funktional entspricht Steering der AGENTS.md, die OpenCode, Codex und andere Agenten lesen. Wer von Kiro wechselt, kann Steering Inhalte fast eins zu eins übernehmen.
Cursor ist schneller bei kleinen Änderungen und hat die bessere Autovervollständigung. Kiro ist stärker bei Feature Arbeit, weil Specs, Steering und Hooks Struktur erzwingen. Wer 70 Prozent kleine Edits macht, verliert mit Kiro Zeit. Wer komplexe Features baut und Nachvollziehbarkeit braucht, gewinnt. Beide sind US Produkte mit US Inferenz. Ein offener Agent mit freiem Modell umgeht diese Abhängigkeit bei beiden.
Nein. Kiro nutzt ausschließlich Modelle über Amazon Bedrock. Es gibt keine Möglichkeit, ein Ollama Modell, einen europäischen Anbieter oder einen eigenen OpenAI kompatiblen Endpoint einzubinden. Wer lokale oder souveräne Inferenz braucht, wechselt den Agenten. OpenCode, Aider oder Crush sind Open Source und verbinden sich mit jedem OpenAI kompatiblen Endpoint. Die Spec Methode lässt sich mitnehmen.
Kiro ist eine komplette IDE mit gebundener Inferenz und Credit Modell. OpenSpec ist ein leichtgewichtiges Open Source Framework, das Specs als Markdown verwaltet und mit jedem Agenten funktioniert, ob OpenCode, Claude Code, Cursor oder Codex. OpenSpec hat weniger Zeremonie, keine Hooks und keine Property Based Tests eingebaut, dafür freie Tool Wahl. Für Teams ohne AWS Bindung ist OpenSpec der direktere Einstieg in Spec Driven Development.
Erst die Basis: Versionskontrolle sauber, Tests vorhanden, Pipeline läuft. Dann eine AGENTS.md mit den Regeln für den Agenten. Dann Quality Gates in der Pipeline als Ersatz für Hooks. Danach OpenSpec oder eine eigene Kette aus ADR, PRD und BDD für die Specs. Als Agent OpenCode mit einem Modell aus der EU oder lokal über Ollama. NCA begleitet die Einführung, realistisch 15 bis 30 Tage bis zum ersten belastbaren Ergebnis, minutengenau abgerechnet.